System-Anomalie

Wer hat das Lenkrad?!

Monat: September 2017

Gibt es noch einen Halt auf dem Weg in die Düsternis

“Gibt es noch einen Halt auf dem Weg in die Düsternis”?
Unbedingt lesenswert!
So abschreckend dieser Artikel auf den ersten Eindruck auch sein mag, so gnadenlos bringt er ein Thema auf den Tisch, über das niemand gerne redet.
 
Dieses Thema erfordert ein Höchstmaß an Auseinandersetzung mit sich selbst und mit Dingen, für die man sich fälschlicherweise nicht zuständig fühlt.
 
Der Effekt beim Leser erzeugt vielfach:
* “Oh, nee.. nicht schon wieder Gewalt”
* “Ja, da seht ihr, wie weit es gekommen ist”
* “Diese ganzen Gewalttäter müsste man aus dem Verkehr ziehen”
* “Da schau, deswegen will ich mich auch mit Waffen selber schützen”
 
In unserer mit Informationen gefluteten Welt, in einer Zeit wo wir lieber kaum noch (an etwas) glauben, weils ja nicht recherchiert ist, wo die Einen nur noch Schweigen und die anderen genau das Gegenteil tun, ist es definitiv nicht die Lösung, weiterzublättern und das “Aufräumen” jemanden zu überlassen, der im Grunde als leitendes Motiv nur in den oben angeführten Effekten wieder zu finden ist.
 
Um zu einer wirklichen Lösung zu kommen, müssen alle – ich meine damit mich, Dich & Sie – erst durch den ganzen Sumpf der Selbstreflektion, und die Frage stellen “wie es dazu überhaupt kommen konnte!”
 
Videoüberwachung?
Ständig fasse ich mir an den Kopf, wenn Karl Ernst Thomas de Maizière schwadroniert, wir bräuchten flächendeckende Videoüberwachung.
Zur Erklärung: ich persönlich habe grundsätzlich nichts gegen eine gezielte Überwachung, jedoch mit genau spezifizierten Auftragsbeschreibung, Aktionsradius, kontrollierte und spezifizierte Auswertung der erhobenen Daten, deren Dauer und natürlich auch die Löschung, wenns nicht mehr gebraucht wird.
Und ich bestehe auch darauf, das man mir nicht dauernd damit kommt, eine Begründung mit einer noch schlimmeren dystrophischen und pauschalen Beschreibung zu begegnen.
 
Mehr Personal?
Auch hier habe ich ein absolut zwiespältiges Empfinden der Argumente und der Ausführungen.
Ja, ich wünsche mir mehr Polizeipräsenz auf den Straßen. Doch nicht als frei im Handeln und als verlängerter Arm einer versteckten Lynchjustiz, die nach eigenem Gusto handelt.
 
Härtere Bestrafung der Gewalttäter?
Ein Blick in die Geschichte, sei es in jene als “Schulbuch” bezeichneten Papierbündel, sei es thematisch in “Historische Geschichte” oder auch ganz kinderleich im Internet verfügbaren Archiven zeigen eines auf:
“Härtere Strafen haben bisher nicht EINMAL in der Geschichte des Menschen zu einer Verbesserung des Hauptproblems geführt” – sie stellen lediglich nur das Erhöhen einer Dosis dar.
 
Es wird immer Gründe geben, weshalb der Mensch zur Gewalt neigt. Und diese lassen sich mit Strafen allenfalls über den Zeitraum vielleicht einer Generation deckeln.
Solange nicht des Pudels Kern ergründet ist und in Gänze entsprochen wird, damit meine ich das ein Jeder sich fragt, “wie kommt es zur Gewalt und was ist da mein Beitrag”, wird es Gewalt geben! Versprochen!
 
Um den “Shitstorm” im “FreeSpeech” gleich zu Beginn zu begegnen: “Nein, ich meine nicht, das wir uns zukünftig Blümchen zur Begrüßung in die Haare stecken”!
 
Wir leben in einer konsumorientierten Gesellschaft. Im Artikel der “Basler Zeitung” vom Autoren Walter Hollstein stehen Ansätze klar und deutlich formuliert.
 
Wir nehmen unsere “FDGO – freiheitlich demokratische Grundordnung” als selbstverständlich hin. So selbstverständlich wie den Kaffee am frühen Morgen, das eigene Auto vor der Tür, etc.
Doch wie bei den meisten Dingen, die wir heutzutage konsumieren, sind wir scheinbar nicht mehr in der Lage, diese auch zu schätzen.
Geschweige zu verstehen – im Sinne von “Wie funktioniert das eigentlich?”
 
Wir machen uns keine Gedanken mehr. Schon gar nicht, wenn es darum geht das Miteinander zu gestalten. Verschiedene Ausrichtungen von Regierungsformen nehmen wir immer häufiger nur noch darüber wahr, ob es uns damit wirtschaftlich “gut” geht.
 
Wir schauen danach, welche Regierungsformen unser eigenes Wohl am Besten ermöglicht.
Soweit, so gut. Es ist grundsätzlich erstmal nicht verwerflich danach zu trachten, dass der persönliche Einsatz mit dem höchsten Ertrag belohnt wird.
 
Doch gibt es da eben Störfaktoren, die uns innerlich auf Feindschaft und Missgunst bürsten!
 
Es wäre alles kein “Problem”, wenn wir nicht gleichzeitig von Menschen umgeben sind, die hemmungslos sowie uferlos uns aufzeigen, dass der Clevere sich über die in einer Gemeinschaft unumgänglichen Regeln hinwegsetzt und das zynische daran, es auch noch zur Schau stellt.
In Gesellschaftsverbänden sind Prinzipien wie die Selbstbeschränkung, das Ehrenamt, Hilfsbereitschaft, Umlagesysteme weder dumme, moralische Kommunenbegriffe noch sind es “linke” Ideologien oder überflüssiger Ballast.
 
Es sind genau die Regeln, die verhindern sollen, das wir dem Anderen nichts mehr gönnen, das der Andere aus seiner Freude an Dingen arrogant und dekadent Neid produziert, und das im Hintergrund auch noch Dritte schadenfroh Öl ins Feuer gießen in dem Angst, Schrecken und Stumpfsinn verbreitet wird – “Nicht wahr, Herr Axel Springer?”
 
Wer nun also zustimmen kann, dass diese ursächlichen Faktoren die Verrohung unserer Gesellschaft im Heute begünstigt haben (und noch tun), wird dann auch das Desaster erkennen, und auch das Dilemma in dem wir stecken.
 
Es genügt nicht, …
… den Jugendlichen von Heute zu unterstellen, sie wären faul, desinteressiert und gelangweilt. Es geht vielmehr darum, warum sie sich nicht mehr für die Schule interessieren.
Das Ministerium für Jugend, Schule und Sport hat also die Aufgabe, da entsprechend Fragen zu stellen – an die Jugendlichen UND das Bildungssystem!
Danach sollte dem entsprechend begegnet werden und zwar nicht nur für den Zeitraum einer Legistaturperiode, sondern nachhaltig!
Das aktuelle Bildungssystem ist im Kern nur noch ein Leistungsknast, aus dem viele Heranwachsenden inzwischen einfach aussteigen.. das Handtuch werfen.. dem auferlegten Druck nicht mehr standhalten.
 
Es genügt nicht, …
… Straftäter zu identifizieren und halbherzig über Bewährungsauflagen zu “besseren Menschen” zu erziehen.
Es ist die Frage, was führt dazu, das Gewalt als Lösung betrachtet wird.
Das Gleiche gilt für Raub und Mord!
Warum beherrscht der Mensch plötzlich nicht mehr die Grundregeln der Kommunikation, so dass die Straftaten wie “Totschlag im Affekt”, “Amokläufe” eine fette Spalte in der Statistik belegen?
Warum wird nicht über Suizid gesprochen? Fälle, die durch Mobbing entstehen?
 
Es genügt nicht, …
… mit einem halbherzigen “Dudu, sowas macht man nicht” die Mobbingkampagnen und eine Taskforce dazu an jeder Schule einzurichten.
Es ist Aufgabe entsprechender Ministerien die Frage zu ergründen, was Mobbing ist und warum der Mensch dazu neigt und warum WIR das nicht verhindern.
 
Es lässt sich noch einiges mehr zu dieser Problematik schreiben. Es lassen sich auch noch 1001 weitere Fragen dazu aufzählen.
 
Letztlich eine Frag an Dich, lieber Leser, der es geschafft hat, bis hierher durch zuhalten:
“Ist für Dich das Kreuz auf dem Wahlschein alles, was Du bereit bist für eine funktionierende Gemeinschaft zu tun?”
 
Ich hoffe innigst, dass es das nicht ist.
Denn wenn wir nur DAS tun, dann gilt der beliebte Spruch:
 
“Das die da oben tun, was sie tun
liegt auch daran, das wir sie lassen”
 
Misch Dich ein..
.. sei ein LEBENDER Teil der Gemeinschaft und nicht totes Stückvieh!
 
Misch Dich ein..
.. und mache Dir Gedanken darüber, wie der Bürger einen selbstgefälligen Staat regulieren kann.
 
Misch Dich ein..
.. denn DAS wird Dein Denken und Deine Haltung bereits verändern!
 
UND…
…GEHE WÄHLEN!

Buch “Zehn Regeln für Demokratie-Retter”

Da ist es nun endlich.
Frisch aus der Feder von Jürgen Wiebicke.
 
Die “Zehn Regeln für Demokratie-Retter” versteht sich als Aufruf, den Mut nicht zu verlieren und mal zur Abwechslung nicht nur Katzenfotos zu posten oder Kochzezepte zu Veröffentlichen.
 
Bereits das Vorwort ist schon großartig.
 
Obgleich es den Anschein hat, das weltweit gerade das demokratische Prinzip demontiert wird, ist es letztlich alles andere als verloren. Es sei denn, jeder glaubt daran.
Für diejenigen, die sich damit nicht abfinden wollen, dass autokratische Systeme die Herrschaft übernehmen, ist dieses kleine Büchlein mit Sicherheit eine willkommene Einladung.
 
Wenn ich so reich wäre wie Trump oder Paris Hilton, ich würd’s mit Rosinenbombern über Deutschland abwerfen lassen 🙂
 
Mach mit!
Misch Dich ein…
 
<3 😉

Erlebnisbericht aus einem Briefwahlauszählungsraum

“Das geht raus an alle..
..die davon überzeugt sind, das die Wahlen manipuliert sind”

Erlebnisbericht aus einem Briefwahlauszählungsraum:

Die Auszählung fand in einem Klassenraum eines Gymnasiums statt. Der Raum selbst war episch, denn an den Wänden hingen Präsentationsn und Unterrichtsergebnisse von Gruppenarbeiten, die mich an früher im Sozialkundeunterricht erinnerten.
“Gewaltenteilung”, “Sinn des Lebens”, “Gruppenbildung”.

An den Handschriften konnte man erkennen, das die Aufgaben jeweils so gestellt wurden, das ein Schüler eine Aussage trifft und die anderen nach dem vermittelten Wissen antworten. Ich hab mir das mit dem Smarty aufgenommen.

Zur Briefwahlauszählung:

Ich mache das jetzt seit 5 Jahren und fühle mich damit immer ein wenig der gelebten Demokratie näher.
Die Truppe der Wahlhelfer bestand aus bodenständigen Menschen. Alle ihrerseits interessiert an einer fairen Demokratie, wo es darum ging die Regeln zu achten.

Natürlich wurden die Gesichter länger, als der Stapel mit den AfD-Stimmen größer wurde. Aber nicht einer der Wahlhelfer hat auch nur Anstalten gemacht, da in irgendeiner Weise einzugreifen!
Und natürlich wurde beim Endergebnis noch drüber gesprochen, was das denn jetzt heißt.

Doch pauschal Wahlmanipulation zu unterstellen, weil “Ausweis nicht gezeigt”, “Bleistifte statt Kugelschreiber”, etc. (Zitate ggnü Wahllokalen) über Bürger, die sich “für’n Appel und ‘n Ei” am Sonntag da hinstellen ist nicht fair!

Zugegeben, meine ursprüngliche Motivation, mich als Wahlhelfer zu beteiligen lag tatsächlich auf der Skepsis, dass die veröffentlichten Endergebnisse nicht mit meiner Wahrnehmung übereinstimmten, da ich im Bekannten- und Freundeskreis in Gesprächen um Politik eine ganz andere Stimmenverteilung sah.

Doch dieses Misstrauen konnte bisher nicht bestätigt werden und stattdessen führte es zu der inhaltsvollen und sinnträchtigen Auseinandersetzung mit mir selbst, das “Meckern” das eine ist, und “Machen” das andere.

Es genügt eben nicht, eine Störung des gelebten Einerlei als patriotisches Pflichtbewusstsein hinzunehmen und dann “Nagut, dann gehn wa jetzt wählen” mitunter halbherzig sein “Kreuz” zu vergeben.
Ich glaube durchaus auch, das viele Wähler das sogar von Herzen tun.

Doch ist die Beteiligung zur Bildung eines Verständnisses um Demokratie etwas anderes. Und vorallem ist das, was als Wahlergebnis auf der Mattscheibe zu sehen ist durchaus davon beeinflusst, was ich dazu beigetragen habe, das es so kommt.

Just my 2 Cent 🙂

(Foto: diepresse.com)

Das Überleben der #Demokratie”

*Was kann ich für das Überleben der #Demokratie tun?*

Erstmals veröffentlicht am 21.09.2017

 

Ja, genau.. das “Überleben” der Demokratie ist in meinen Augen derzeit das Wichtigste, was mich interessiert. Ohne Freiheit ist alles nichts!

Ich bezeichne es als Überleben, weil die Demokratie ja existiert.
Menschen haben unter Gefahr und Einsatz ihres Lebens dafür gekämpft, dieses in sich lebendige Gesellschafts-/Gemeinschaftsprinzip aufzubauen und zu verteidigen.

Der Beitrag von Sascha Lobo ( http://tinyurl.com/yacvgsnn ) “Umgang mit rechts – Die AfD verstehen, ohne Verständnis zu entwickeln” aus seinem Experiment #verrohung hat mich nachdenklich gemacht.

Es gibt bei mir verschiedene Mechanismen, wie ich mit “Denen” umgehe.
Zum Beispiel fülle ich meine Blocklist, weil ich nicht dauernd meinen Kaffee aus der Tasse schwuppen will.
Das hat die für mich bequemen Ergebnisse, “ich muss mir den für mich abstrusen und menschenverachtenden Käse nicht mehr antun” und “die lesen meine Beiträge auch nicht mehr, und die Shit-Storms, die in 95% aller Fälle nur aus Parolen, Beschimpfungen und schlimmerem bestehen, bleiben mir damit ebenfalls erspart”.

Doch ist das produktiv?

Wenn ich mich über Reden wie von Gauland meinen Unmut kund tue, erreiche ich auf der Version des “Aussperren aus meinem Lebensraum” ja lediglich die Menschen, die das genauso bzw. ähnlich sehen. Doch die wissen das ja bereits.  (#FilterBubble)
Ich denke darüber nach, ob dieses Abschotten ein funktionierendes Modell sein kann, oder eben doch nicht so effektiv ist.

“Ignorieren kann keine Lösung sein, wenn dem Verwirrten keine Alternative geboten wird.”

Die andere Variante ist die des Gesprächs. Ja, ich spreche mit “Denen”.. immer noch..
Ich bin überzeugt davon, das sich zwischendurch der eine oder andere Gedankensplitter festsetzt.

Gedankensplitter wie zum Beispiel, das eine Demontage der Demokratie keine Lösung sein kann, um die geforderten Sicherheitsbedürfnisse dieser besorgten Bürger zu erfüllen. In einer Demokratie müssen wir dialogfähig bleiben, sonst geht sie unter. Doch eben nicht mit rumbrüllen, beleidigen und Androhung von körperlicher Gewalt!

Diese Welt brennen sehen!

Ich versuche Jedem immer wieder zu verstehen zu geben, das “diese Welt einfach nur noch brennen zu sehen” genau das Gegenteil davon ist, was sie im Innersten eigentlich wollen.

Und was ich mache, ist ganz konkret einzelne Aussagen, die ich mit meinem Wissen und meiner Erfahrung bedienen kann, möglichst frei von Empörung zu wiederlegen.
Warum frei von Empörung? Naja, weil mir niemand wirklich zuhört, den ich anbrülle

Gegenwind, also das Aufzeigen der “Roten Karte” .. “Stop! Bis hierher und nicht weiter” kann und muss auf vielfältige Weise zum Ausdruck gebracht werden.
Beispiele hat Sascha Lobo ebenfalls beschrieben.

Das Gemeinschaftsbedürfnis der AfD-Sympatisanten ist eines der Bausteine, mit dem diese “Partei” arbeitet

In der Gemeinschaft sind sie jemand. Ja, das ist die gleiche Problematik die wir kennen, wenn es um die Erkenntnis bei (Neo)Nazis geht.

Viele erinnern sich vielleicht noch an den Blockbuster “American History X“. Edward Norton in der Rolle eines Nazis, der aus dem Wutschlaf erwacht. Durch die Erlebnisse im Knast lernt er genau diese Seite der Gehorsamsgemeinschaft kennen, die sich dann gegen sein eigenes Leben richtet.

Die AfD-Führungskräfte übernehmen keine Verantwortung für die enthemmte Gewalt!

Ich habe die Vorstellung, dass die wutsüchtigen Menschen in der AfD sich “lediglich” “nicht gehört” fühlen. Die Kopfleute der AfD machen sich genau dieses zu Nutze und geben ihnen den Raum.. und nicht nur das: sie fordern auf, ihrer Wut freien Lauf zu lassen.
Ja das kennen Viele als Werkzeug in Aggressionstherapien.
Der Unterschied ist hier, das die Wut provoziert ist und nicht in einem Rahmen gehalten wird. Sie arbeiten Emotional. Die Verantwortung dafür, das diese ausgelebte Wut dann im Außen nicht beendet ist, übernehmen die AfD-Führungspositionen nicht!

Sie stacheln an, wiegeln auf, sie schüren Angst und versprechen dafür nur eine diffuse Sicherheit.
Es muss dem AfD-Sympatisanten klar gemacht werden, das rein gar nichts von dem, was die AfD als Partei im Kern will dem entspricht, was er als besorgter Bürger wollte.
Alles was die AfD will, ist im Kern demokratiefeindlich und menschenverachtend!

Die Methoden sind die gleichen wie zu Zeiten der NSDAP

Eine Übermacht darstellen um dem besorgten Bürger unterschwellig zu drohen, “Bist Du nicht für uns, bist Du der Feind” und gleichzeitig kameradschaftlich auf die Schulter klopfen: “Wir wollen das gleiche wie Du, hab keine Angst. Die anderen, die Dich nicht ernst nehmen, die sollten Angst haben. Komm zu uns, hier bist Du Jemand”.

Nun denn, menschenverachtend und demokratiefeindlich.. das sind umfangreiche Begriffe.

Solange die derzeit regierenden Parteien ignorieren, dass sie selbst durch die aktuelle Politik und die Methoden den Bürger ruhigzustellen dafür sorgten, um sich selbst als Selbstzweck der Macht in ungerechtfertigten Diäten zu sühlen, werden Bürger ab einem nicht kontrollierbarem Moment aus der Ohnmacht in die Aggression überwechseln. So zumindest aus dem Blickwinkel der AfD-Wähler.

Meine Prioritätenliste besteht derzeit eben deswegen aus wenigen einfachen Punkten

Demnach ist es derzeit wirklich wichtig, das alle Bürger wählen gehen!
Alle, die derzeit noch unschlüssig sind – und hier vor allem die “überzeugten Nichtwähler” werde ich im Rahmen meiner Möglichkeiten versuchen zu erklären, dass

  • weder “Nichtwählen” derzeit eine ausreichende Aussage ist,
  • noch aus der Befürchtung des Stimmenverlustes eine Großpartei zu wählen, sinnvoll ist
  • noch eben seinen innersten Protest durch eine AfD im Bundestag wirklich Gehör finden wird.

Eine kleine Partei, die nicht mit den bisherigen Filz und der Selbstbespaßung einverstanden ist und dabei absolute Demokratietreue(!) beweisen, wie zum Beispiel die #Piraten.

Das wichtigste ist den Einzug der AfD in den Bundestag zu verhindern, zumindest zu schwächen.

Und der nächste Schritt sollte für alle, denen die #Demokratie wichtig ist, sich selbst ein wenig mehr für die Gemeinschaft zu interessieren.
Ein wenig mehr Beteiligung am Leben miteinander.
Die Demokratie lebt vom mitmachen.. nicht vom machen lassen…

Misch Dich wieder ein!…

Kommentar: Parteien zum Selbstzweck

Herr Hans Herbert von Arnim,
vortrefflich! Ich stehe da ganz bei Ihnen, was die Selbstbedienung, das systematische Ausnutzen der Machtbefugnisse zum Selbstzweck angeht und Ihre Aufschlüsselung dazu.
 
Was ich etwas misslungen finde ist, dass als Opposition zu diesen Themen lediglich eine Partei namentlich erwähnt wurde, was in der Form auch nicht so ganz stimmt.
 
Ohne jetzt tiefer darauf einzugehen, das die Piraten zum Beispiel seit Jahren und an vielen Orten in Deutschland mit Aktionen auf den Filz in Verwaltung und Politik hinwiesen und sich dagegen aussprechen, habe ich jetzt hier etwas anderes im Sinn:
 
Der gesamte Artikel ließt sich durchaus spannend und an vielen Stellen erntet er auch von mir das einvernehmliche Nicken.
 
Was aber am Schluß fehlt ist, wie gehts weiter?!
 
Die Essenz klingt danach, “Es ist eh zu spät! Die Parteien werden ihre Macht niemals aufgeben! Sie werden den Bürger daran hindern sich zu organisieren und etwas dagegen zu unternehmen und ihn klein halten!”.
 
Doch entspricht dies wirklich der Realität?
 
Sicherlich, man kann über Realitäten und Wahrheiten streiten, denn es kommt ja auf den Standpunkt an, aus welchem Winkel man sich das Spektakel ansieht.
 
Dennoch ist es nicht Sinn der Sache, Wege heraus zu finden?
Ein Umsturz des Parlamentes halte ich nämlich für nicht sehr wahrscheinlich.
 
Vielmehr sollte man jetzt darauf hinweisen, dass die gesellschaftliche, politische Bildung zwar demontiert wurde, es dennoch kein Hexenwerk ist, diese wieder aufzubauen.
 
Kollegen vom WDR haben zum Beispiel einen Bericht über Jürgen Wiebicke gebracht, der seine Energie dafür aufwendet, den Bürger wieder für die Demokratie als solche zu interessieren.
 
Das “die da Oben” das tun konnten, was sie taten liegt nämlich leider auch daran, das “wir” sie ließen 🙂
 
In diesem Sinne..
.. ich wünsche mir etwas mehr Optimismus und Aufruf zum “Mut zum Handeln”
 
MFG
ein munterer Bürger

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