Lieber Herr Steinmeier,

in Ihrer Position als Bundespräsident möchte ich Ihnen folgende Idee unterbreiten, was das irgendwie nicht enden wollende Thema “Migration” angeht.

Unter
  https://twitter.com/_amaz1ng/status/947469468623568896
ergibt sich möglicherweise ein interessanter Projektansatz.

Die Idee ist, eine öffentliche und transparente Plattform zur Debatte zu schaffen, die mit klaren Teilnahmeregeln organisiert werden könnte.

Begründung: seit 2015/16 ergab sich eine Art Tabuisierungseffekt, der einen grotesk-kontroversen öffentlichen Schlagabtausch (vorrangig) in den sozialen Netzwerken auslöste und u.a. zu extrem entfesselter Gewalt verbaler und auch physischer Natur hervorbrachte.

Durch eine solche Plattform könnten öffentliche Exzesse von “HateSpeech” in einer konstruktiven Form eingedämmt werden: “Mach (dort) einen Vorschlag und hör auf zu Hetzen!” und dadurch statt dem #NetzDG die öffentliche Debatte in eine gewaltfreie Auseinandersetzung zu wandeln.

Deutschland könnte sich mit einer solchen Variante auch wieder als humanistisches und demokratisches Land in der EU präsentieren und möglicherweise wäre das sogar global gesehen eine “Revolution”.

— Beispiel-Regelwerk —

  • Mitmachen kann und soll Jeder, unter der Voraussetzung der allgemein üblichen Konversationsregeln. Keine Hetze, keine Aggressionen, keine herabsetzenden Äußerungen, etc.
  • Zielsetzung ist, Ideen und Lösungsvorschläge von den Teilnehmern einzusammeln und sie durch einen unabhängigen, überparteilichen Ausschuß zu begutachten.
  • Themenaufschlüsselung: Asyl, Flucht, Einwanderung, (nicht abschließend) und Ideenansätze streng inhaltlich auf diese zu verteilen.
  • Lösungsvorschläge, die eine Vermischung dieser Unterteilung beinhalten können nachgebessert werden, sonst werden sie nicht angenommen.
  • Parteien haben kein Vorrecht um zu verhindern, dass diese eine Deutungshoheit für sich beanspruchen.
  • Brainstorming nach “Disney” – kritisiert (wenn überhaupt) wird erst nach Abschluss der Einreichungsphase.
  • Eingereichte Vorschläge sollten möglichst zeitnah (unter der Voraussetzung der Einhaltung der Kommunikationsregeln) anonymisiert veröffentlicht werden.
  • Im Ausschuß dürfen und sollen sich (ähnlich der Wahlhelfer oder auch Schöffen) die benötigte Anzahl bewerben dürfen. Ebenso könnte ähnlich dessen ein niedrig-hierarchiches Konzept (Wahlleiter, Assistent,..) eingesetzt werden.
  • Technisch gesehen wäre ein “Multiple-Choise” die wirtschaftlichere Variante, doch birgt es die Gefahr, von vorformulierten Antworten, die eine freie Meinung eher verzerrt und verfälscht.
  • Statt “Multiple-Choise” möglichst klar definierte Fragestellungen mit Kommentarfeldern.

Gerne würde ich diese Idee weiter ausbauen und noch mehr würde ich mich freuen, Ihre Reaktion darauf zu erfahren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen sogenannten
“Guten Rutsch ins neue Jahr”
Mögen konstruktive und innovative Ideen für eine friedliche Gesellschaft aus uns hervorgehen.

(( ging raus per SackPost und verschiedene digitale Adressen ))