Wirtschaftswunder – Aufwachsen in der 2. Generation nach dem 2. Weltkrieg

Aufgewachsen bin ich in den frühen 60gern als Erstgeborener in einer Familie, die durch zwei Weltkriege eine sehr zerrüttete Vorstellung von Zukunft, Gesellschaft, Gemeinschaft und auch Demokratie hatte. Meine Eltern, bei denen es in vielerlei Hinsicht im Wirtschaftboom an Feingefühl für weitsichtige und nachhaltige Visionen fehlte, bahnte ich mir relativ früh meinen eigenen Weg.
Nicht weil ich mich als Intelligenzbestie empfand, sondern weil viele Fragen offen blieben. Fragen, die ich noch nicht artikulieren konnte, jedoch grummelnd innerlich unbeantwortet sich ihren Weg an die Oberfläche bahnten.

Ich sag es vorweg, ich habe meinen Eltern, deren Liebe zu mir ich nicht absprechen kann, das Leben und meine “Aufzucht” sehr schwer gemacht.

Gründe dafür dürften in den Störungen des Environments liegen, da ich als sehr frühes Scheidungskind erleben musste, wie als “beste Entscheidung” die Auftrennung der Geschwister an je ein Elternteil als Lösung betrachtet wurde. Die Kinder waren noch klein (ich mit 3, mein Bruder 1,5 Jahre jünger) und das würden die nicht mehr wissen, wenn “wir diesem Plan fest folgen”.

Hat nicht so gut geklappt. Wenn sie damals das Wissen von heute gehabt hätten, wäre dieser fatale Fehler wohl nie entstanden. Sei es drum. Es ist ein Teil meines Lebens, hat mich geprägt und im Grunde sehr früh die Fähigkeiten von Empathie, Gerechtigkeitsempfinden etc. unterstützt.
Aus heutiger Sicht in einem recht bekannten Satz zusammen gefasst: “Gut gemeint ist nicht gleich gut getan!

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(Foto Berlin, Einschulung)

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(Jugend)

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(Fotomontage, Punk, TuWat, Kreuzberg)

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(Berufliche Tätigkeiten)

(Foto Dozent)

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(Ziele)

(Foto, BluePlanet)

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Wozu dieser Blog / Leitziel

Ich hätte nie gedacht, dass meine durchaus rebellische Jugend einen echten Demokratieliebhaber hervorbringt.

Im Laufe meines Lebens setzte ich mich zunehmend mit real existierenden Regierungsformen auseinander und untersuchte auch unser Wirtschaftssystem, nebst seinen teilweise sehr unschönen Anfälligkeiten. Ich stellte auch einen sehr direkten Zusammenhang fest, zwischen dem Maß der gelebten Demokratie und der Macht des Kapitals. Jedoch verabschiedete ich mich irgendwann davon, dass eine Revolution dieses System verbessern könnte. Es ist nicht der große Wurf, der Dinge verändert, sondern es sind die kleinen anwendbaren, auch einschleichenden Prozesse, welche dieses System wandeln können. Zum Guten wie auch zum Schlechten!

Was jedoch unumgänglich erscheint ist, dass dieses Konzept permanent geprüft und verbessert werden muss. Es bedarf einem immer währenden Prüfungsausschuss, einer ewigen Super-Vision und niemals sollte unsere Gesellschaft davon ausgehen, das dieses experimentelle Konzept “DEMOKRATIEfertig ausgearbeitet ist.

Vielmehr sollte sich die Gemeinschaft über Errungenschaften freuen, diese feiern und Missstände weiterhin im Auge behalten und an diesen Lösungsorientiert arbeiten. Von den Regierenden Positionen sollte immer eingefordert werden, dass diese das Volk als Solches wahrnehmen, Wege finden bzw. offen halten(!) dieses einzubeziehen und Tabuisierungen vermeiden.

Wenn Themen geächtet werden, geraten diese Meinungspositionen unter Druck. Diese wiederum werden zu radikalen und extremistischen Zellen und bergen ein nicht kalkulierbares Gewaltpotential. Um diese Zellen zu beruhigen müssen irgendwann eingeschränkte Prinzipien eingesetzt werden, die in einer Art Grauzone die Toleranz zur Meinungsfreiheit einschränken. Und dieses “mit der Faust auf den Tisch hauen” ist eben das letzte Mittel der Wahl und kann die Stimmung gänzlich kippen! Dies weiß ich aus Erfahrung als langjähriger Dozent in der Erwachsenenbildung.

Letztlich, dieser Blog soll ein Beitrag, eine Prise der Dosis sein, das Kollektivbewusstsein zu füttern. Mit Gedankensplittern welche nicht indoktriniert sondern Gegengewicht und Futter sei, für Visionäre, Erfinder und Entwickler.

Zudem ist es meine Art, mir Dinge von der Seele zu schreiben, mich darin trainiert Gedanken in Worte zu kleiden, mich ermahnt die Sprache und Formulierungen gut zu wählen und mich konstruktiv auszudrücken.

 

(Anmerkungen)

Wenn Sie mich schon ungestraft beleidigen wollen, können sie mich gerne das Kamel nennen, welches das Gras über den Hügeln der Leichen solange abfrisst, bis die Ursachen in Gänze in die Auseinandersetzung übernommen ist!
Alles andere können und sollten Sie sich sparen!

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