System-Anomalie

Wer hat das Lenkrad?!

Autor: _amaz1ng (Seite 1 von 3)

“Abwatschen” der politischen Parteilandschaft!

Sodele…

… habe mir den Schritt sehr genau überlegt und bin zum Entschluss gekommen, mich den gesamten etablierten Parteien zu entsagen.
Ich finde mich in keiner Partei wieder.

Die wenigen Parteien, in denen zwar ein Großteil meiner Bedürfnisse angesprochen werden, stehen gleichzeitig für Dinge, wo ich mir mit der Hand an den Kopf fasse. Polarisierend, äußerst extrem und beinahe schon radikale Aussagen, welche nicht mehr Wert sind als das populistische Geschwafel des rechten Randes.

Mehrere Jahre habe ich mir das Treiben angesehen, habe diskutiert, No-Go’s erlebt, Widersprüchlichkeiten, pauschales Aburteilen, Generalisierungen und eine beinahe fast unbedeutende jedoch für mich sehr wichtige Aussage entdeckt: Statt “Erneuern” geht es nur noch um die Rechtfertigung der eigenen Existenz – in Parteien, in Gewerkschaften, in Initiativ-Portalen.

Es tut mir sehr leid, doch diese Heuchelei und Bigotterie mache ich nicht mehr mit.

Da ich derzeit massenhaft Menschen kennenlerne – also wirklich an jeder Ecke – denen es genauso geht wird sich mein Fokus auf die Eigeninitiative verlagern.

Es wird zwar schwer werden, all diese Menschen unter einen Hut zu bekommen.
Doch wenn man die Themenpalette nicht auf die “ganze Welt retten” ausweitet und thematisch nicht auf “Eierlegende Wollmilchsäue” setzt, sondern um einzelne, klare Ziele, um das Erkennen von Symptomen und den verursachenden Grundproblemen, ebenso auf die vom Bund zur Verfügung stehenden Fördermittel, solche Veranstaltungen zu fördern, wird es vielleicht endlich mal in die Richtung gehen, das gesellschaftliche Probleme gelöst werden, statt langatmig und Ergebnislos permanent nur über diese zu reden..

Auf Facebook (obwohl ich diese Plattform sowieso kaum noch nutze) habe ich nun in meiner Timeline *alle* Parteien “de-aboniert”. Es ist mir egal geworden, was dort schwadroniert wird, denn die Ergebnisse sind nahezu gegen Null oder gar schlimmer.

Im Gegenzug bemerke ich in der Bevölkerung immer mehr Interesse an Eigeninitiative.
Und DAS finde ich klasse!
Es ist eine Art Aufbruchstimmung die echte Hoffnung auf Verbesserung freisetzt.

Vielleicht werden all die “abgestraften” etablierten Parteien ja irgendwann mal wach, dass es verdammt nochmal nicht um Ego-Schmeicheleien und Postengeschacher geht, sondern um Verantwortung.

Seit den 60ern ging es thematisch um “Eine Stunde vor Zwölf“.. daraus wurde “Fünf vor Zwölf“. Heute haben wir “Fünf nach Zwölf” und die politische Suppe hat sich nicht wirklich verändert:

* HANDFESTE Klimaprobleme,
* Ende der fossilen Rohstoffe,
* Ende der expansiven Marktwirtschaft,
* Ende der Konsumherrschaft,
* psychische Symptome in der gesamten Bevölkerung,
* Gewaltbereitschaft,
* Benachteiligung von ökonomisch Schwachen,
* zerfetzten des Sozialsystems und der Pflege,
* (gesellschafts-)politischer Verdruss,
* Dekadenz & Arroganz,
* Randgruppenjagd,
* Korruption,
* Vetternwirtschaft,
* Politische Paranoia
verpackt als “Drohende Gefahr” bzw. Terrorabwehr,
* Versicherungsvertretern gleich Argumentationen
rund um das “Sicherheitsgefühl”,
* Deutungshoheiten
… und so weiter und sofort sind das konkrete Ergebnis der letzten 50 Jahre Geschwafel!


Die Einwände, das die Änderungen über die Parlamente und das eben über die Parteien stattfindet verstehe ich und ist ebenso ein Kritikpunkt, der auf meiner Liste durchaus fehlt.

Gesetzesnovellen werden professionell organisiert (ganz vorne CDU!) und quasi mit 300-500 Anträgen pro Monat auf die Entscheidergremien gebombt. Diese rückgängig zu machen geht über jahrelange Instanzgerichtsvorgänge, also ein absurdes Unterfangen!

Das Argument mit dem “größten gemeinsamen Nenner” zu nehmen ist leider nicht mehr tragbar, da die Informationen auf den Parolen basieren teilweise emotional, teilweise veraltet und teilweise populistisch aufgebauscht und damit realitätsentfremdet sind.

Ebenso ist die Polarisierung bei Themen, die auch nur den Hauch eines “Andersdenken” beinhalten sehr extrem.


Ich erwähne mal ein populäres Thema “Impfungen”

Jegliche inhaltliche Kritik und Skepsis wird als “Impfgegner” zu Boden geschrien und hinterlässt eine pharmaverherrlichende, verblendete Gefolgschaft. Mit solchen Leuten kann ich nicht reden.

Die Thematik der “Spiritualität” geht mit gekrächtze von Religionsdebatten, Atheismus, vermischt mit alternativer Medizin (also Heilkraut & Co.) ins absurde mit Totschlagargumentation “Homeophathie gegen Krebs”.

Es erinnert mich viel an die Veggi vs. Fleischfresser-Debatten vor 5 Jahren, in Schwarz-Weiss-Denkmanier, wo es nicht um die Sache sondern um die Diffamierung geht.

Die Debattenkultur ist in “Bätschi – auf die Fresse” entartet, die Rechten feiern ihre “Fuck auf political Correctness” und der Rest springt genau über dieses Stöckchen und meint tatsächlich entsprechend krass gegenhalten zu müssen.

Die Anfragen, die ich in den letzten Monaten in Gesprächen von:
Piraten, Grünen, SPD, CDU in meiner Stadt geführt habe, ob eine bessere mediale “Werbung”, extremes Guerilla-Marketing tatsächlich die Menschen hinter dem Ofen vorlocken könnte, oder ob das Problem der fehlenden Beteiligung vielleicht doch woanders liegt, das die Menschen sich nicht mehr vertreten fühlen wurde sehr fantasievoll beantwortet.

Ich stelle leider eine immer größere Kluft zwischen dem “einfachen” Menschen und den Vertretern der Parlamente fest.

Die Mitgliederzahlen gehen bei ALLEN zurück. Es stellt sich die Frage wer will was von wem?
Die Parteien wollen von der Bevölkerung Mitglieder.
Die Bevölkerung wünscht sich zeitnahe Umsetzung realistischer Problemstellungen und mehr Mitspracherecht.


Warum ist das so schwierig zu realisieren?

Ich will nicht unfair sein!

Ich finde einzelne Aktionen schon recht klasse. Beispielsweise was die Piraten in Witten in Sachen Tierschutz erreicht haben, zb. Steuerfreiheit für Tiere, die aus dem Tierheim von Privat aufgenommen wurden oder die Kastrationsempfehlung für Freigänger-Katzen.

Wie gesagt, es soll keine Schelte auf breiter Fläche sein. Es reicht nur bald nicht mehr, um mit einem guten Gewissen sein Kreuz bei der nächsten Wahl irgendwo zu machen.

Und da es keine Untergrenze gibt, ab welche Stimmenmenge eine Wahl nicht mehr gültig ist, ebenso, das Parteien wie CDU und SPD auf stumpfe Stammwähler zurückgreifen können, macht das demokratisch gedachte Wahlrecht ebenfalls zu einem Kirmesspektakel.

Was wirklich fehlt ist ein kontinuierliches Abholen der Bevölkerung zur gesellschaftspolitischen Debatte. Erlernen von gewaltfreier Kommunikation, Veranstaltungen, die Spaß machen wenn es um das Lauschen in das Volk hinein geht.
Das Desinteresse der Wahlberechtigten MUSS erforscht werden und entsprechend präventiv begegnet werden. Es genügt nicht zu sagen, das sie selbst drann schuld seien.

Es hat eine historische Begründung, warum gerade in Deutschland das politische Interesse eher minimal ist.

Das hat mit einem “Schuldgefühl” der Deutschen an dem Desaster des WK2 zu tun, an der Art und Weise des Wirtschaftsbooms, des Konsumzwangs und der Schmierblätter, die dem einfachen “Otto N.” die Lust am demonstrieren verderben, und ganz vieles mehr.

Die aller häufigste Aussage ist “Ich kann mit meiner Stimme nichts bewirken, die machen doch eh, was sie wollen!”

Man muss sich schon die Mühe machen, dieser Aussage wirklich auf den Grund zu gehen.

Ansonsten sucht sich (bewiesenermaßen) der Frust über echt üble gewaltbereite Strukturen seinen Weg und zerstört alles, was wir als Demokratie jemals zustande gebracht haben.

#Psychiatriegesetz #PAG & more!

& more!

Seit Jahrzehnten wird die Gesellschaft gegeiselt und es scheint, als wäre die Spitze noch lange nicht erreicht.

2003, kurz bevor sich die Sozialhilfeempfänger erfolgreich wehren konnten, um in zumutbaren Verhältnissen zu leben, um aus der Unterstützung herauszukommen: ZACK! #Hartz4 -> Nackig machen von Betroffenen und deren Angehörigen.

Seit dem hat jeder Bürger Angst davor, in dieses verklettete System zu gelangen und geht lieber für “‘nen Appel und ‘nem Ei” arbeiten. Gerät trotzdem in die Mühlen. Aufstocken, Kredite nicht mehr bezahlen können, Lebensstandard wird gekürzt, das wenige was bleibt muss offen gelegt werden, Reserven sind aufgebraucht.

Parallel wird es der Gesellschaft unmöglich gemacht sich zu wehren, denn auf eine Demonstration zu gehen ist heutzutage reines “russisch Roulette”. Friedfertige Demonstrationen werden unterwandert und zur Eskalation gebracht, wogegen gewaltbereite Nazis in Europa auf Demos machen können, was sie wollen.

Polizeigesetze werden verschärft, statt #Datenschutz & #Privacy gibts anlasslose Bespitzelung auf allen Ebenen. Demonstrationsrecht wird mit permanenter Videoüberwachung ausgehöhlt und jeder Teilnehmer identifiziert, katalogisiert und als Störer gebrandmarkt.

Unbescholtene Bürger werden permanent in #Stigmatisierungen gehalten und mit #Konsum zugeballert, damit sie nicht anfangen sich zu wehren und sich lieber das Selbstdenken abgewöhnen. Alkohol, Fußball, SUVs, tolle neue Flachbildschirme, permanent neue Smartphones…

Die #Skrupellosesten bekommen eine eigene Fernsehshow, um zu zeigen wie geil es ist, mit Geld um sich zu werfen und wie geil geschmackloseste Verschwendung ist.

Es werden die Hilfsbedürftigen untereinander ausgespielt. Dem noch funktionierenden Teil wird eingetrichtert, die Bedürftigen seien Schuld daran, dass es im Staat kein Geld gibt, dabei werden Milliarden über Steuerschlupflöcher aus dem System geschafft.

Diese Leute werden auch noch zum Sektempfang geladen und dürfen vor laufenden Kameras ihre weiße Weste lügenstrafendfrei präsentieren. Nach dem Motto: Ihr seid alles nur blöde Amateure!

Rentner werden besteuert, obwohl dieses Geld bereits ein bereits versteuerter Rest ist!

Die braven, eingeschüchterten Schäfchen des Systems akkern für einen Hungerlohn bis zum BurnOut.

Überforderte junge Eltern produzieren seit Kriegsende kaputte Kinder, die von allen guten Geistern verlassen durch ihr Leben irren, versuchen sich anzupassen und in dieses immer menschenunwürdigere System zu installieren.

Die Volkspsychiatrie doktert an Symptomen herum, schickt die Menschen quasi unbehandelt und unter Pillen wieder arbeiten. Gute Therapien nur mit Wartezeit, möglicherweise Jobverlust oder für die “oberen 10k”. Nur wer es sich leisten kann.

Am Ende solcher Existenzen stehen Depressionen, Substanzsüchte, Zusammenbruch und bei 100.000 pro Jahr der Versuch sich das Leben zu nehmen, weil der Leidensdruck die Schwelle des zumutbaren überschritten hat!

Aber hey, wir haben noch Söder, der einem selbst dann noch den Rest zur Hölle macht. Unter dem Deckmantel der Terrorabwehr und der inneren Sicherheit werden alle, die an diesem täglichen Wahnsinn leiden zu Kriminellen abgestempelt. Zumindest hat die das so vor!

Wirklich echte, ehrliche und faire Politik wäre, die immer lauter werdenden Stimmen zu immer sichtbarer werdenden Probleme anzugehen, zu lösen und eine starke Gemeinschaft zu produzieren. Ein Volk was sich ernst genommen fühlt und identifizieren kann mit dem was es hat. Stattdessen wird die Gesellschaft immer weiter gespalten und bald jedes Menschenrecht stigmatisiert und sanktioniert.

Es werden oben&unten&links&rechts ihrer Sinnhaftigkeit enthoben, Leute gegeneinander aufgehetzt, Blut und Wahnsinn in den Nachrichten verfolgen dich auf Schritt und Tritt, in der U-Bahn, im Auto, zu Fuß, zu Hause, auf der Arbeit.. denn gut informiert zu sein ist ist in diesen Tagen eine logische Konsequenz.

Doch dort werden kaum gute Nachrichten gezeigt. Schmierblätter lechzen offen nach mehr Krieg, Feindbilder.. nur noch Feindbilder..
Das Paradoxon wird zum Grotesken. Die Gesellschaft wird in die Irre geführt, damit sie sich nicht mehr positionieren kann.

Wer angesichts dieses Wahnsinns nicht depressiv wird, um den mache ich mir Sorgen.

Wir müssen reden! Über KI und den Begleiterscheinungen.

Vorweg, ich programmiere, bin Technik und Elektronik gegenüber sehr aufgeschlossen, habe ein Jahrzehnt in der Erwachsenenbildung Linux unterrichtet, finde die Möglichkeiten mit KI enorm spannend und interessant, entwickle meine eigenen IoT-Geräte mit Einplatinencomputern – also niemand, der das Thema verteufeln will.
Das sollte der Leser vorher wissen!

Im Grunde soll mein Beitrag dazu auffordern, dass sich mehr Menschen für die Entscheidungen interessieren, welche über die Ministerien unserer Bundesregierung getroffen werden. Diesbezüglich geht es um die Datensammelwut, Ausspähsoftware (Hessentrojaner), die Forderung an die Hersteller von Geräten aus IoT, Router, Drohnen, Alarm-/Überwachungssystemen, etc. Backdoors bereit zu stellen. Sollte dieser Forderung nicht nachzukommen sein, weil Gesetze dies verhindern oder Hersteller sich aus anderen Gründen verweigern, haben sich entsprechende Organe unserer Ministerien in den Kopf gesetzt, sich selbst darum zu kümmern und Offensiv-Software (z.B. Tools, ZeroDayExploits) einzukaufen.

Grundsätzlich ist dieser Wunsch absolut nachvollziehbar, denn das Spiel “Police and Thievs” ist so alt, wie es die Regeln der inneren Ordnung gibt. Diese Ordnung zu bewahren ist der leitende Grundgedanke und dreht sich im Kern um den Schutz dieser Regeln gegenüber jenen, die sie umgehen wollen.
Sich nicht erwischen lassen” –  heroisch stehen da zum Beispiel der “Perfekte Bankraub” und so weiter.
Doch mit dem Betreten der ITK, dessen Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren kann man schnell den Überblick verlieren und ich befürchte, dass dies derzeit der Fall ist.

Meine Sorge basiert darauf, dass die Anstrengungen, juristisch und praktisch Zugriff auf jegliche Geräte zu erlangen, die Sicherheitsstufe im Endeffekt herabsetzt. Statt den allgemeinen Sicherheitsstandard zu heben, die Bevölkerung den Umgang mit vernetzter Technik vertraut zu machen, ihr zu helfen Verantwortung für ihre Geräte zu übernehmen wird alles dafür getan, die gesamte Digitalisierung nach wie vor zu einer Blackbox zu verschleiern. “Ein Ding, was das tut, was auf der Verpackung steht – mehr müssen Sie nicht wissen! Denn um den Rest kümmern wir uns”

Worum geht es

Nun komme ich zum eigentlichen Thema, den Missbrauch von KI, Machine-Learning, Bots und Botnets. Ende 2017 haben Robotik- und KI-Unternehmer – u.a. Elon Musk und der britische Astrophysiker Stephen Hawking – die Vereinten Nationen aufgefordert, autonome Killerroboter zu verbieten und davor gewarnt, dass die digitalen Waffen gegen Zivilisten eingesetzt werden können.

Elon Musk ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Investor. Bekannt ist er durch seine Teilhabe an der Gründung des Online-Bezahlsystems PayPal und seine Erfolge mit dem privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX und dem Elektroautohersteller Tesla Motors – also durchaus ein ernst zunehmender Gesprächspartner, wenn es um Möglichkeiten und auch Gefahren zu KI geht.

Mehr als zwei Dutzend Experten berichten darüber, das und wie künstliche Intelligenz missbraucht werden kann, von Diktatoren, Kriminellen und Terroristen. Diese Technologie kann eingesetzt werden zur Manipulation von Wahlen, bewaffnete Drohnen für Terroranschläge, die rasante Weiterentwicklung von Phishing und Malware zur gezielteren Profilsuche im Personenraster. In einer 100-seitigen Analyse schilderten sie das zu erwartende Wachstum der sogenannten Cyberkriminalität und den Einsatz von “Bots” (automatisierten vernetzten Skripte bzw. Kleinstprogramme), die in den nächsten fünf bis zehn Jahren nicht nur die Berichterstattung von Nachrichten stören werden, sondern auch generell in die sozialen Medien eindringen und sich dort neben der erweiterten Profilevaluierung auch in die Meinungsbildung einmischen.

Unser Bericht konzentriert sich auf Möglichkeiten, wie Menschen mit künstlicher Intelligenz vorsätzlichen Schaden anrichten können“, meint Sean O’HEeigaigh, Executive Director des Cambridge Centre for Study Existential Risk.
AI kann neue Bedrohungen darstellen oder die Art bestehender Bedrohungen über die Cyber-, physische und politische Sicherheit hinweg verändern“.

Die derzeit gängige Praxis, beispielsweise “Phishing” – also das Versenden von E-Mails, die mit Malware versehen sind oder darauf ausgelegt sind, wertvolle persönliche Daten zu evaluieren – könnte weitaus gefährlicher werden.

Gegenwärtig sind Phishing-Versuche entweder

  • generisch, aber transparent – wie z.B. Betrüger, die Bankdaten verlangen, um unauthorisiert Kontobewegungen durchzuführen, oder
  • personalisiert, aber arbeitsintensives Erlangen von persönlichen Daten, um das Vertrauen von jemandem zu gewinnen, bekannt als Spear-Phishing.

O’HEeigaigh:”Durch die Verwendung von AI könnte es möglich werden, Spear-Phishing in großem Maßstab zu betreiben, indem ein Großteil des Prozesses automatisiert wird“.

Um es nochmal in Erinnerung zu rufen: mir geht es nicht darum, KI zu verteufeln, sondern dass die bisherigen Pläne der Bundesregierung (nicht nur in Deutschland) verhindern bzw. es gar nicht vorsehen, dass sich Medienkompetenz in der Bildung durchsetzt und das technische Verständnis der Bevölkerung an den aktuellen Stand der Möglichkeiten angeglichen wird.
Die Debatte bei Datenschutz “Ich hab doch nichts zu verbergen” zeigt sehr deutlich, dass der Großteil derer, welche vernetzte Kommunikation alltäglich nutzt, naiv und vollkommen unzureichend mit dem Thema vertraut ist!

Manipulation der öffentlichen Meinung

In der politischen Sphäre können skrupellose oder autokratische Führer bereits fortschrittliche Technologie einsetzen, um Berge von Daten aus omnipräsenten Überwachungsnetzen zu durchsuchen, um ihre eigenen Leute auszuspionieren.
“Diktatoren könnten schneller Menschen identifizieren, die ein Regime untergraben wollen, sie lokalisieren und ins Gefängnis stecken, bevor sie handeln”, warnte auch bereits Edward Snowden.

Ebenso sind gezielte populistische Propaganda zusammen mit billigen, jedoch höchst glaubwürdig gefälschten Videos und Fotos zu mächtigen Werkzeugen geworden, um die öffentliche Meinung “in vorher unvorstellbaren Maßstäben” zu manipulieren, berichten wiederholt einschlägige Nachrichtenargenturen und Organisationen.

Eine Anklage, die 2017 vom US-Sonderermittler Robert Mueller überreicht wurde, enthielt eine umfangreiche Operation, um die soziale Spaltung in den Vereinigten Staaten zu säen und die Präsidentschaftswahlen 2016 zu beeinflussen, in denen sogenannte “Trollfarmen” Tausende von Social Network-Bots Twitter manipulierten.

Eine weitere Gefahrenzone am Horizont ist die Verbreitung von Drohnen und Robotern, die für den Absturz von autonomen Fahrzeugen, die Lieferung von Waffen oder deren Bestandteilen oder die Bedrohung kritischer Infrastrukturen für Lösegeldzwecke eingesetzt werden könnten.

Technischer Fortschritt bei Terroranschlägen

Ich persönlich bin besonders besorgt darüber, dass autonome Drohnen für Terror und automatisierte Cyberattacken sowohl von Kriminellen als auch von staatlichen Gruppen verwendet werden“, sagte Co-Autor Miles Brundage, Forscher am Future of Humanity Institute der Universität Oxford.

Der Bericht gibt ein plausibles Szenario vor, in dem ein mit einer Bombe ausgerüsteter Büroreinigungs-SweepBot das deutsche Finanzministerium infiltriert, indem er sich mit anderen Maschinen derselben Marke vermischt. Der eindringende Roboter verhält sich normal – fegen, säubern, Müll entsorgen – bis seine versteckte Gesichtserkennungssoftware den Minister entdeckt und einsperrt.

Ein versteckter Sprengsatz wurde durch Nähe ausgelöst, tötete den Minister und verwundete Mitarbeiter in der Nähe“, heißt es in der Science-Fiction-Storyline.

Dieser Bericht hat sich vorgestellt, wie die Welt in den nächsten fünf bis zehn Jahren aussehen könnte“, sagte O’HEeigaigh. “Wir leben in einer Welt voller alltäglicher Gefahren durch den Missbrauch von KI, und wir müssen uns der Probleme annehmen.

Letztlich fordern die Autoren der Berichte politische Entscheidungsträger und Unternehmen dazu auf, Roboter-Betriebssoftware zunächst unbrauchbar bzw. nicht nutzbar zu machen, bestimmten Forschungsbereichen massive Sicherheitsbeschränkungen aufzuerlegen und erwägen, Gesetze und Vorschriften zur KI-Entwicklung auszuweiten, bevor die Weiterentwicklung fortgeführt wird.

Riesige HighTech-Unternehmen, vorallem die Führenden in der KI “sollten viele Anreize bekommen, um sicherzustellen, dass KI sicher und vorteilhaft ist“, heißt es in dem Berichten.

Autonome Waffen

Ein weiterer Bereich, der Anlass zur Sorge gibt, ist der erweiterte Einsatz von automatisierten tödlichen Waffen.
Letztes Jahr haben mehr als 100 Robotik- und KI-Unternehmer – darunter Tesla- und SpaceX-CEO Elon Musk sowie der britische Astrophysiker Stephen Hawking – die Vereinten Nationen aufgefordert, autonome Killerroboter zu verbieten und davor zu warnen, dass diese Waffen von unauthorisierten Personen z.B. von Terroristen benutzt werden könnten um Zivilisten zu bedrohen, zu schaden oder auch erpresserisch Nationen unter Druck setzen können. Und final ist es heute schon möglich, Bekennerhinweise zu den Taten so zu manipulieren, dass die ursprünglichen Täter gar nicht erkannt werden.

Lethal Autonomous Weapons, also autonome tödliche Waffensysteme drohen, die dritte Revolution in der Kriegsführung zu werden” – nach der Erfindung von Maschinengewehren und der Atombombe, warnte in einer gemeinsamen Erklärung, die auch von Google-DeepMind Mitbegründer Mustafa Suleyman unterzeichnet wurde.

Finale Aussage

Wir müssen handeln. Sobald diese Büchse der Pandora geöffnet ist, wird es schwer sein sie wieder zu schließen.
Zu den Teilnehmern des neuen Berichts mit dem Titel “Der böswillige Einsatz von künstlicher Intelligenz: Vorhersage, Prävention und Milderung” gehören auch Experten der Electronic Frontier Foundation, des Zentrums für eine neue amerikanische Sicherheit und OpenAI, einer führenden gemeinnützigen Forschungseinrichtung Unternehmen.
“Ob AI alles in allem ist, hilfreich oder schädlich auf lange Sicht ist, ist größtenteils ein Produkt dessen, was Menschen tun, nicht die Technologie selbst”, sagte Brundage.

Diese Auseinandersetzung ist jedoch nur möglich, wenn sich das Interesse zu diesem Thema erweitert und die Bevölkerungen der Nationen sich bewusst werden, das selbst das Smartphone ein Teil dieser Technologie darstellt.

Beginnen Sie mit einem gesunden Verständnis ihres Verhaltens im (Ä)Ether. Seien Sie kritisch bei E-Mails. Ausgewogen, nicht paranoid. Besuchen Sie eine CryptoParty und erlernen Sie die Mindestvoraussetzungen für digitale Selbstverteidigung. Gehen Sie kritischer mit den Produktversprechen bei technischen Geräten um, behaupten Sie niemals wieder “Sie hätten nichts zu verbergen!”
Beteiligen Sie sich an den öffentlichen Diskussionen zum Beispiel um den Hessentrojaner und fordern Sie die Bundesregierung auf, auf den Einsatz solcher Software zu verzichten und drängen Sie zur Anhebung der Sicherheitsstandards, fordern Sie Medienkompetenz an Schulen und vielleicht fördern Sie via Spenden die eine oder andere Organisation oder Verein, die sich damit beschäftigt, wie zum Beispiel CCC, DigitalCourage, EFF, Freifunk.

Bleiben Sie aktiv und überlassen Sie diese Diskussion nicht jenen, die lösungsverliebt flächendeckende und anlasslose Vollüberwachung für Terrorlösung und Sicherheit halten.

LG

Kann man Gewalt beenden? Wenn “ja”, wie?

Angeregt durch einen FrageTweet von @hase_oder_igel:

“Im Moment drehen so viele durch, immer Aggression, jeder macht *sein Ding*, man geht online und im RL aufeinander los. Gestern Abend mit @NaneDrews zusammen überlegt und die Frage gebe ich Euch weiter:
Wie kriegen wir Herzenswärme in die Köpfe vieler?”

wurde mir sehr schnell klar, das dies nicht einfach zu beantworten sei. Wie ich bereits selbst im Tweet antwortete, sehe ich aus meiner Erfahrung heraus das externe Einwirken auf einen Menschen, um ihn zur Gewaltfreiheit zu bringen, als zum Scheitern verurteilt, da es selbst eine Gewalteinwirkung darstellt.
Wie so oft ein Paradoxon. (Siehe auch Toleranz-Paradoxon von Karl Popper)

Sämtliche sozialistischen Ideologien scheitern genau an dieser Grenze, indem als bemutternde Instanz mit väterlicher Härte die Glocke des Gemeinwohls über eine Gemeinschaft gesetzt wird und unweigerlich diesen Akt der bevormundenden Unterwerfung zum traumatischen Erlebnis macht, der sich über viele Generationen hält.

Egal wie gut erdacht und tatsächlich sinnvoll und ehrenhaft die ethischen Ziele auch sein mögen und egal wie – gerade in unserer Zeit durch das Thema Klimawandel notwendig – zukunftsträchtig im Sinne von Neuverteilung von Ressourcen, Neuorientierung bezüglich gesellschaftlicher Ziele und wissenschaftlichen Ausrichtungen diese ganzen Theorien und Regierungssysteme auch sein mögen, sie scheitern, wenn der freie Wille des Menschen übergangen und unterschätzt wird.

Vorbemerkung: ich bin kein Theologe und gehöre derzeit keiner Glaubensrichtung an. Ich bin zwar evangelisch getauft, dennoch eher freigeistig und freigläubig. Ich glaube an eine höhere Macht und auch an eine Bezeichnung wie göttliche Kraft, jedoch vollkommen losgelöst von hiesigen Glaubensrichtungen. Dennoch möchte ich auf das Thema “Glauben” und “Religionen” kurz eingehen.

In der Vergangenheit wurden zum Beispiel wissenschaftlich Religionen untersucht, deren Zielsetzung, Gesamtgefüge und Funktionsbedingungen verglichen. Die Theologie und die Religionswissenschaft.

Es gibt einige “Hauptreligionen” und unzählige Abspaltungen, die sich u.a. daraus entwickelten, dass Einzelne z.b. diese Religionen aus Gründen der gesellschaftlicher Umsetzung als unmenschlich, totalitär oder unecht hielten und sie gar als feindlich dem gesellschaftlichen Leben gegenüber einschätzten.

Von diesen Abspaltungen haben sich einige durchgesetzt, wie zum Beispiel das Evangelium, welches zur Zeit der Christianisierung, Inquisition und Kreuzzügen entstand – gleichsam einer Zeit, in der die Kirche als herrschende gesellschaftliche Instanz sehr viel Blut vergossen hat und letztlich nur noch aus Gewalt bestand.

Zusammenfassend kann man jedoch davon ausgehen, dass alle Religionen grundsätzlich einen die Gemeinschaft ordnenden Grundgedanken gemeinsam haben, um den “freien Willen” wie ein Bindemittel mit einem Gewissen zu zähmen.

Zurück zum Thema Gewalt, bzw. wie man diese aus den Köpfen der anderen bekommt, würde ich gerne auf fernöstliche Religionen einen Abstecher machen.

Im Buddhismus, Hinduismus, Taoismus geht man zumindest davon aus, das der Mensch mit seinem freien Willen einer endlosen Prüfung ausgesetzt ist, dem sogenannten Karma. Die Erfüllung des Karmas basiert meist darauf, in verschiedensten Situationen die “richtigen” Entscheidungen zu treffen und Erfahrungen vielfach unter moralischen Grundsätzen zu machen. Jedoch nicht immer. Mir persönlich gefällt daran die Verkettung von Konsequenzen, die sich zum Beispiel aus einem Verzicht von Rache ergeben, etc.

Letztlich sind diese Religionen Jahrtausende alt und fanden immer wieder starken Zustrom, wenn die “Welt” aus den Fugen zu geraten scheint. Ob diese zielführend sind, anläßlich der globalen Zunahme von Gewalt und dem Hinwenden zu totalitären Regierungsformen kann ich nicht beantworten.

Letztlich, Gewalt kann man meines Erachtens nicht “einfach nur eindämmen”, denn ein tabuisieren eines beliebigen Dinges oder Themas verursacht einen Überdruck, bringt es aus dem Gleichgewicht und erzeugt dadurch eine vorprogrammierte Eskalation, zunächst durch das polarisierende Wachstum in Radikalisierungen und Extremismus hin zur kollabierenden Entladung.

Diesen Kreislauf scheinen wir als Menschheit möglicherweise derzeit durch zu machen. Alle vergangenen Kulturen brachen an einem bestimmten Punkt zusammen. Mit diesem Zusammenbruch sind auch jene mitgerissen worden, welche innerhalb der Kulturen streng nach deren Grundregeln lebten. Quasi Unschuldige. Den Zusammenbruch selbst haben wenige durch die immer wieder benannten negativen Charakterzüge des freien Willens herbei geführt. Gier, Habsucht, Neid, Missgunst sind einige davon. Durch Machthunger an Positionen interessiert, gerät der Schutz des Gemeinwohls, dessen Aufgabe die Funktionen ursprünglich einmal hatten, vollkommen in den Hintergrund und werden missbraucht für egoistische, selbstsüchtige Ziele.

Die Menschheit existiert seit ca. 15Mio. Jahren. Als Homo Sapiens ca. 10.000 Jahre. Bisher waren die verschiedenen Kulturen und Völker geographisch voneinander getrennt und er(durch)lebten auch ihre meist eigene Entwicklung.
Durch das Internet, den Fernverkehr/-handel und vielem mehr sind diese Grenzen weitgehendst aufgehoben. Sie bestehen lediglich durch Verabredungen im Handel, kulturellen Glaubensunterschieden, politische Regierungen, Grundbesitz über (fossile) Rohstoffe, etc.

Kriege wurden bislang mit den geografisch “Anderen” ausgefochten, doch da die Zielsetzungen sich verändern, zB. die Rohstoffen gehen zur Neige, herstellendes Gewerbe und Fabriken wechseln den Standort, Realbesitz von Währungen und Gold wandelt sich mit Finanzsystemen (BlockChain), usw.

Parallel dazu tauchen nun die Eingangs erwähnten inneren Kriege auf. Die Gesellschaft reagiert aus Angst vor Veränderungen oftmals mit dem zwanghaften Erhalt von Traditionen. Dadurch werden Feindbilder erschaffen.
Das Erstarken der “Rechten” in jeglicher Art und Weise ist meines Erachtens ein Symptom. Es ist diesmal sogar global zu betrachten und lässt neutral betrachtet Rückschlüsse zu, wie z.B. dass vollkommen unabhängig von “Rasse”, “Art” oder “Kultur” das konservative “Lager” versucht, das “Alte” zu bewahren und dem progressiven, sich entwickelnden “Lager” die Schuld am Zusammenbruch zuschreibt und die Verantwortung der Eskalation gleich mit.
Und dazu braucht man letztlich keine Hautfarbe, keinen Glauben, keine Essgewohnheiten sondern nur die Angst. Angst vor dem Anderen, dem Unbekannten. Das Feindbild erschafft sich von ganz alleine. Irgendwer wird schon ein Feindbild skizzieren und jenes, welchem die Konservative bzw. auch jene, die durch konservative Lager im Mangel gehalten wurden, am besten gefällt, bzw. am plausibelsten erscheint, wird sich dann durchsetzen.
Im aktuellen Fall sind Feindbilder in Form von Flüchtlingen am einfachsten zu erschaffen. Ob traditionell Mexikaner in Nordamerika oder derzeit Nordafrikaner in Europa. Hinzu kommen dann noch die als Schläferzellen benannten akzeptierten Einwanderer und fertig ist das Feindbild. Ist das Feindbild dann etabliert, ist es auch einfach moralische Schwellen noch weiter herabzusetzen und selbst Familienmitglieder als Feind zu bezeichnen, weil diese die Existenz des Feindbildes in Frage stellen.

Zusammenfassend lässt sich resümieren, das die Angst vor Veränderung, selbst die Angst vor Verschlimmerung der derzeit schlechten Lage als Bedrohung wahrgenommen wird. Und diese Wahrnehmung setzt den Überlebenstrieb frei. Und wer sich etwas mit Psychologie und Biochemie auskennt weiß, das dieser Trieb nicht über das Denken zu kontrollieren ist, sondern ihn aussetzt. Trieb = Instinkt -> Flucht oder Angriff (oder Paralyse).

Die Frage, die man sich stellen muss ist, wie kann man der Menschheit – denn derzeit ist Gewaltbereitschaft ein globales Problem – die Angst vor dem Unbekannten nehmen. Ab und zu bleiben mir irgendwelche Sätze und Aussagen hängen, wie zum Beispiel aus der TV-Serie “Altered Carbon”:

“Die Technologie entwickelt sich weiter, aber die Menschen nicht.
Wir sind schlaue Affen.
Was wir wollen bleibt immer das Gleiche. Nahrung, Schutz, Sex.. und Macht in jeder Art & Weise.”

Ich kann dieses Zitat verschieden interpretieren. Ich kann zynisch die primitiven Grundelemente verhöhnen oder auch darin den zunächst größten gemeinsamen Nenner. Ich kann also die Angst vor Veränderung vorläufig ernst nehmen und durch Analyse feststellen, das Traditionen ein wichtiger Bestandteil von einem Sicherheitsbedürfnis sind. Denn es hat ja (mehr oder weniger) in der Vergangenheit funktioniert. Dazu gehört zum Beispiel das Feuer oder der Ackerbau, der die Menschheit aus der Abhängigkeit von Jahreszeiten zur Lagerhaltung brachte.

Statt im blinden Aktionismus nun Traditionen zu erhalten, inklusive die Deutungshoheit, wer jetzt was und wie zu erhalten wünscht, wäre vielleicht eine Überprüfung, was derzeit nützlich wäre.

Mit dieser Überprüfung steht man vor der Herausforderung, sich moralisch und ethisch zu positionieren. Die traditionelle feste Verknüpfung von Moral und Ethik an Glaubensmodelle macht eine Auseinandersetzung teilweise unmöglich. Teilweise sind in den Kulturen Überlebensmodelle fest eingeflochten (zum Beispiel viele Kinder als Erhalt einer Sippe/Familie).

Doch zurück zu der Frage mit der Gewalt: ich bin nicht davon zu überzeugen, das sich die derzeit eskalierende Gewalt von Außen regulierbar ist. Meiner Meinung nach geht das nur durch die Erkenntnis eines Jeden, dass eine innere Bereitschaft die Notwendigkeit von der Abkehr von Gewalt zu einer tauglichen Lösung führt. Beziehungsweise das klare Verstehen, das solange Gewalt vorherrscht, keine Vernunft möglich ist. Das ist schlicht hormonell bedingt – Instinkt.

Doch ist erst die Gewaltfreiheit der Grundbaustein, um wieder zur Vernunft zu gelangen. Unterdrückung von Gewalt ist keine Gewaltfreiheit – sie ist nur eine andere Form der Gewalt.

Möglicherweise sind also diesbezüglich – also um die Gewaltfreiheit zu kultivieren – verschiedene Faktoren notwendig, an denen die noch nicht von der Gewalt Infizierten arbeiten können, um Ziele zu formulieren.

Dazu gehören wohl die Auseinandersetzung mit globalen Themen, welche nach Möglichkeit nicht nur die Spezies Mensch langfristig auf diesem Planeten überleben lässt, sondern auch einen möglichst großen und umfassenden Teil der bestehenden Diversität in Fauna und Flora. Möglicherweise müssen dazu neue moralische und auch ethische Grundsätze geschaffen werden und eine Instanz, welche diese bewertet und durchsetzt wird voraussichtlich auch neue Charaktereigenschaften voraussetzen.

Nachdem dem Einzelnen die Notwendigkeit der Gewaltfreiheit klar geworden ist, scheint die nächste Aufgabe ebenso mühsam: die Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Gemeinschaft. Nicht nur im Handeln, sondern auch im Nichtstun.

Es werden voraussichtlich alle beteiligten (lebenden) Generationen benötigt, um eine Verhaltensform oder einen Wert als gegeben oder weiter vererbbar zu betrachten. Wir sprechen hier also von einem Zeitraum von mindestens 100-200 Jahren bis zum autonomen Prozess. Was wir in den vergangenen 75 Jahren nach dem WK2 versäumt haben, lässt sich eben nicht durch eine neu aufflammende Kritik und Diskussion um die permanente Gewaltbereitschaft einfach beenden.
Doch glaube ich fest daran, das jeder Einzelne, den ich mit diesem Post hier erreicht habe und sich ein paar Minuten darüber Gedanken macht, alles ist, was ich tun kann – neben der eigenen Ausrichtung meines Lebens unter diesen Kriterien.

In diesem Sinne. Danke Marc für diese Frage 🙂

LG

NetzDG – Mein Kommentar

Bezüglich des Blogs Alvar-Freunde, ein Versuch einen konstruktiven Kommentar beizusteuern.

Ein Versuch deswegen, weil die (bisher) 77 Fragen erschlagen und den Fokus immer wieder auf eine Regulierung setzen, die als Erziehungsmaßnahme potentiell eher abgelehnt wird und sogar als Provokation interpretiert zu noch mehr Auswüchsen der Verrohung in zwischenmenschlicher Kommunikation führt.
So zumindest meine Beobachtungen.

Die Kernfrage ist meines Erachtens, was diese verbale Gewalt, diese emphatielose Beschimpfung verursacht und warum man dies nicht in den Griff bekommt, statt hinterher deren Auswüchse regulieren zu wollen.

Es ist (massiv simplifiziert) im Grunde wie mit einem Gartenschlauch, der bei permanent durchfließendem Wasser nicht die Möglichkeit bietet, ein Ventil einzubauen oder auch nur den Sprühkopf zu tauschen.

Ich oute mich als eine Person, die gegen das #NetzDG ist, fühle mich jedoch als “Anti-#NetzDG-Aktivist”, #NetzDG-Gegner” und welche Bezeichnungen es noch geben sollte eher diskriminiert und lehne jegliche Kategorisierung und “ismen” aus dem gleichen Grunde ab. Denn auch dies ist eine Form unterschwelligem Hatespeech, um welchen es ja in der ganzen Debatte geht.

Meine Haltung dazu ist sehr ähnlich den Bemühungen von Ursula von der Leyens Idee der STOP-Schilder, um gegen die Kinderpornoindustrie vorzugehen. Auch hier begründe ich meine Haltung damit, das dies den Opfern nicht gerecht wird, die unglaublichen Taten nur ausblendet und damit die Aufklärung und Verurteilung der Täter eher verhindert!

Punkte (,,): “Internet und Content”

Das Internet besteht aus einer Vielzahl von Servern bzw. permanent angeschlossenen Speichermedien, mit unzählichen Plattformen, privaten und kommerziellen Webseiten und Portalen, welche jeden Content den man sich vorstellen kann bereitstellen.
Dieser Content obligt grundsätzlich einem Urheberrecht, welches durch das Telemediengesetz in Deutschland durch das Impressum bzw. durch die Angaben per WHOIS zum Verantwortlichen zurückführen lässt.
Hier gibt es sinnvolle Regelungen, um zum jeweiligen Ursprung von Texten, Bildern, Video- und Audiomaterial zu gelangen. Es gibt auch Absprachen, wie dies im “Ausland” verhandelt wird, also nach internationalem Recht.

Es mag zugegeben aufwendig sein und teilweise durch Regelungen des Serverstandorts gar aufgehoben, doch ist dies eine Verhandlung, die auf politischer Ebene zwischen den beteiligten Ländern ausgetragen werden muss und nicht das Recht der grundsätzlich zensurfreien Erstellung oder Veröffentlichung von Content per se einschränken darf.

Denn Letzteres wird immer bedeutetn, das eine ermüdende Diskussion und Interpretation in Gang gesetzt wird, “was zensiert werden darf, was einer Zensur unterliegt, wer die Regeln festlegt und wer die Durchsetzung kontrolliert”.

Punkte (,,): “Löschung von Inhalten”

Es gibt Regelungen wie “Recht auf Vergessen”, welches mit ausreichender Begründung oder eben durch richterlichen Beschluß jegliche Inhalte von den Quellservern einer Löschung zu unterziehen.
Demnach gibt es die Möglichkeit, Beleidigungen, Rufmord etc. zu begegnen. Das dies in Gänze technisch nicht umsetzbar ist, liegt an der Konstruktion vom Internet selbst und wird sich nicht durch ein #NetzDG verhindern lassen.
Totalitäre Regierungen versuchen dies erfolglos und haben nichts weiter erschaffen als ein einfaches zensiertes Netzwerk, welches ins Landesinnere funktioniert, indem die jeweils regionalen Provider zu Zwangsmaßnahmen wie Proxy-, DNS-, Keyword-Content-Sperren verpflichten. Vorhanden ist der Content dennoch.

Punkte (,,): “Durchsetzung von Löschung”

Wenn ein Content als nach dem GG in unserem Land als Inhalt (an)erkannt ist, welcher einen Strafbestand beinhaltet, dann stellt sich die Frage, wie mit diesem umzugehen ist.

Seit der Erfindung von HTML und der Möglichkeit des Verlinkens von Inhalten, die unter anderen Adressen zu finden sind steht die Diskussion im Raum, ab wann man wie dafür haftet, wenn man diese Kern-Eigenschaft von HTML nutzt.
Ferner wenn man Dritten Speicherplatz zur Veröffentlichung bereitstellt, wenn man ein entsprechender Provider ist, ein Forum betreibt oder ähnliche Konstrukte.

Bisher hat man sich darauf verständigt, dass Löschung nach Kenntniss unter Einbeziehung angemessener Methoden genügt.
Ich bin der Meinung, das Unternehmen, Organisationen und Privatleute, die nachweislich mehrfach Unkenntnis vorgeben entsprechend sanktioniert werden können. Man nennt dies dann Wiederholungstäter, welchem im Strafrecht ein eigenes Kapitel gewidmet ist.

Angemessene Methoden müssten vielleicht regelmäßig angepasst und besprochen werden, jedoch genau wie die Bereiche der Wissenschaft permanent bei jeder Änderung einer Beurteilung gegenüber einer Ethikkommission standhalten.

Denn es gilt immer zu berücksichtigen, dass das Unrecht Einzelner nicht durch die Beschränkung Aller (Sippenhaft) begegnet werden kann.

Punkte (,,): “Meinungsfreiheit vs. HateSpeech”

Das in meinen Augen wirklich interessanteste Thema ist eigentlich das gesellschaftliche Verhalten in der Kommunikation, der Umgang miteinander.

Viele gesellschaftspolitischen Wissenschaftler zerbrechen sich den Kopf darüber, wie etwas, was wir heutzutage vor allem im Netz vorfinden, überhaupt entstehen konnte.
Wenn “wir”, dh. wenn ich zu Grunde lege, dass es sich nicht um ein spontanes Ereignis handelt sondern eine Momentaufnahme einer Entwicklung darstellt, kann man recht schnell erkennen, dass es entsprechend dazu keine “Sofortlösung” gibt, sondern nur ein Gegensteuern, um die Weiterentwicklung auf einen anderen Weg zu bringen.

Es ist wichtig zu erkennen, dass kaum ein Mensch mit dem Erreichen der Volljährigkeit sich “vorschreiben” lassen wird, wie er mit dem anderen umgeht. Es gibt moralische Gründe, dh. man kann jeden Menschen versuchen daran zu erinnern, “Was Du nicht willst, was man Dir tu, ..” also eben die bestehenden Empfehlungen wie Netiquette(n) zu kultivieren, könnten ebenso das Belohnungs-/Bestrafungssystem genauer betrachtet werden.

Jedoch ist es schwierig, den Umgang miteinander zu beurteilen. Ab wann gilt eine Aussage als Beleidigung, ab wann ist ein Zyniker ein Gruppenstörer etc. Wo wird hier die Grenze gezogen.

Man sieht, jedesmal, wenn man versucht, ein Regelwerk aufzubauen um sich darauf zu beziehen, landen im gleichen “Topf” auch Leute, die da nicht und nur bedingt hineingehören.

Die Gesellschaft steht eigentlich vor der Herausforderung, Courage wieder zu erlernen, die Kommunikation zu überdenken, die eigene Verantwortung dafür zu übernehmen, bevor man den Mund aufmacht, das zu Sagende durch die Filter (Bereicherung, Richtig, Nötig) laufe3n zu lassen.

Abschließend, das NetzDG verlagert im Grunde die Pöbelei und Hetze in eher unsichtbare Bereiche, alternative Netzwerk und deren Bubbles und hat im Endeffekt nur die Masse beschnitten ohne auch nur einen Funken bei den eigentlichen Hetzern zu bewirken.

Anmerkung zu “Punkte (,,):”
Ich wollte ursprünglich die jeweiligen Punkte aufzählen, doch bin ich daran gescheitert, dass viele Punkte wiederholend, gleiche Schnittmenge etc. haben und ich mich nicht festlegen konnte.
Ich hoffe, dass ich dennoch etwas zur Diskussion beitragen konnte.

In diesem Sinne
LG
Andreas

Die Welt verändern?!

Ein Gedankensplitter durch einen Beitrag “Hat Fairness Grenzen? Ein Kommentar.” sprengte das Thema ein wenig. Grund genug, ihn zum eigenen Beitrag umzugestalten.

Der endlose Gedankengang, dieser philosophische Ansatz die Welt und sich als Individuum darin verstehen zu wollen.

Seit meiner Jugend vor rund 40 Jahren versuche ich einen Weg zu finden, wie ich als Mensch in der Zivilisation leben kann ohne permanent zu einem Mittäter gemacht zu werden. Wie bereits aufgezählt, gibt es kaum Bereiche, in denen ich nicht zur Selbstreflexion gezwungen bin, wenn ich nach diesen Kriterien leben will.

Meine Frau teilt glücklicherweise eine recht ähnliche Lebensauffassung. Wir stehen auf Upcycling, auf so viel wie möglich selber machen. Ich repariere Dinge solange, bis sie wirklich nicht mehr zu reparieren sind und dann werden aus ihnen oft (UpCycling) ganz neue Dinge.
Wir achten auf jeglichen Konsum und quatschen das durch, ob wir das wirklich benötigen. Wir sparen Strom, wo es geht, produzieren ihn teilweise selber als Insellösung. Ebenso Wasser, Heizenergie. Wir betreiben Verkehrsvermeidung. Auch bei Kleidung, Nahrung (Fleisch/Fisch) gelten diese Prinzipien. Schließlich noch das Thema Müll.
Uns beiden ist bewusst, dass egal was wir tun, immer etwas Blut an unseren Händen klebt.
Wir tun das nicht, weil der Geldbeutel das bestimmt. Auch wenn wir nicht reich sind, wir müssten nicht derart sparen. Sondern wir tun das, weil wir nicht “mehr” davon benötigen.

In den letzten Jahren habe ich mich immer mehr für gesellschaftspolitische Themen interessiert, da ich festgestellt habe, dass allein das Kreuzchen auf dem Wahlzettel rein gar nichts bewirkt. Es ist vielleicht eine Meinungsbekundung, doch zu mehr reicht es nicht. Meine Aktivitäten im Außen haben demnach auch viel mit Handeln in und für der/die Gemeinschaft zu tun – dazu jedoch vielleicht ein anderes mal 🙂

Vor langer Zeit schon versuchte ich über Vorbildfunktionen ein “besserer Mensch” zu sein, doch vielfach ertappte ich mich dann dabei, wie ich über andere zu urteilen begann. Darin erkannte ich irgendwann einen Zusammenhang, der wie ein gruseliger Psychothriller sich ewig wiederholt. Und ich erkannte darin einen Kampf, den ich im Grunde zu tiefst verabscheue und doch irgendwie darin verwoben bin: “Ich gegen den Rest der Welt“.
Ich fand zwar immer wieder Menschen, die ich als Inseln im Ozean bezeichnete, als Ruhepole, Menschen die auf der “gleichen Wellenlänge” sind. Doch kamen “wir” selten darüber hinaus, wie “wir” gemeinsam dieses Rattenrennen zum Kollaps beenden können, ohne dem “Wir” gegen “Die” nicht zu verfallen. Es ist letztlich eine Form von Arroganz und Überheblichkeit, die sich immer wieder einschleicht.

Es wurden alle möglichen Szenarien durchgespielt, alle möglichen philosophischen Ansätze, Psychologie der Massen, auch spirituelle Ansätze. In keinem lag der endgültige “Stein der Weisen”. Und auch ich habe keine Lösung, wie das besser funktionieren könnte.

Ich halte die Demokratie unter allen gesellschaftlichen Regierungsformen zwar als die geeignetste Version und das Beste, was wir Menschen bisher geschaffen haben, um als Gemeinschaft zu koexistieren, doch haben wir mit dieser Regierungsform auch einen üblen Mitspieler, der sich gerne als Motor hervortut: die wachstumsorientierte Marktwirtschaft.

Denn diese hat ein Ende in der Sättigung und diese Sättigung wird derzeit verleugnet, bzw. es gibt keinen Raum diese Phase zu erleben. Trotz dem vorhandenen Überfluss wird weiter produziert und es finden mafiöse Mechanismen ihren Weg an die Oberfläche, die schlicht Betrug, Lügen, Sabotage und Missachtung von allem, was jedem Menschen eigentlich nach ethischen Grundsätzen wertvoll und edel ist.
Alleine diese wirklich bekloppte Tatsache, dass wir fossile Energie weiterhin verbraten (SUV) obwohl wir um deren sehr nahem Ende wissen!

Die aktuelle globale Entwicklung zeigt einen Kollaps an. Ob wir da bereits mitten drinn stecken oder noch davor, ist im Endeffekt egal. Fakt bleibt, dass wenn ich das Individuum als Maß nehme, ein “Neuanfang” immer est nach einem Zusammenbruch kommt, denn nur dadurch entsteht ja die Notwendigkeit, etwas zu ändern, einen anderen Weg einzuschlagen, etwas Neues auszuprobieren. Dies bezogen auf eine Gruppe, eine Gesellschaft bzw. auf die globale Bevölkerung wird nach meiner Logik den gleichen Kriterien folgen.

Eine große Hürde wird für die Menschen wohl vorallem die Dauer sein, das dieser Zusammenbruch nicht überall gleichzeitig stattfindet, sondern sich vermutlich in Wellen durch einzelne Länder/Nationen bewegt und andere Nationen dies als Schwäche interpretieren um darin ihren Vorteil zu nutzen. Außerdem wird es eine Menge von selbsternannten Führern geben, die im Chaos ihre Chance sehen, sich ihre eigene kleine Machtblase zu erschaffen.

Da dieser Zusammenbruch meiner Meinung nach schon durch die Weltkriege stattgefunden hat und sich danach die gleichen Machtstrukturen aufgebaut haben, die vormals zu diesen Kriegen führten, ist es im Grunde nichts weiter als ein verlängerter Lebenszyklus eines Produktes, also künstlich am Leben gehalten und in die Länge gezogen.
(Nebenbei erwähnt hat die Menscheit zu Beginn des ersten Weltkriegs diesen ominösen BEP überschritten. Irgendwelche Wissenschaftler haben errechnet, dass die Erde langfristig eine Kapazität von 1 Mrd Menschen (er)tragen kann, ohne aus ökologischen Gleichgewichten gestoßen zu werden.)

Was der Menschheit mE. fehlt ist ein Prozess, diesen Zusammenbruch zu erfassen, zu verarbeiten, ihn zu realisieren. Diese Kapitulation zu akzeptieren. In den meisten Fällen treiben irgendwelche existenziellen Zwänge den Menschen wieder dazu an, möglichst schnell “etwas” wieder aufzubauen, ohne dieses “etwas” genau zu definieren. Und mit provisorischen Grundordnungsstrukturen schleicht sich Altes wieder ein und der Zyklus beginnt von vorne.

Demnach ist meine traurige Prognose, das sich dieser Zusammenbruch wohl über einen sehr langen Zeitraum ziehen wird und durch lokale Revolutionen unterbrochen – den alten Wein in neuen Schläuchen – letztlich die Selbstreflexion der ganzen Menschheit einfordert, einfordern muss.

Denn es gibt keine Autorität, welche die Macht hat, es dem Menschen “beizubiegen”, keine Autorität wird dem Menschen Vernunft lehren können. Jedes Aufstülpen “von oben” wird immer als Provokation verstanden. Man kann eine Masse nicht von oben herab zu etwas zwingen. Egal, wie klug und gut durchdacht das System aus sei – ist es ein Zwang, scheitert es bereit zu Beginn. Der Sozialismus scheitert genau deswegen jedesmal.

Letztlich, der Mensch traut sich nicht, der Gruppe einen Teil der Macht zu überlassen. Ständig wird ein Führer, ein Repräsentant, eine Leitfigur, eine Autorität gesucht, welcher sich zwingend untergeordnet werden muss. Als Argument wird immer Angst vor Unbekanntem, Angst vor Fehlverhalten, Angst vor “X” verwendet, um diese Version zu rechtfertigen. Doch erschafft sich die Gruppe damit gleichzeitig ihre Legitimation, “gegen” genau diese gewählte/ernannte Autorität zu kämpfen.

Jemand sagte mir, das im Menschen zwei Grundprinzipien hormonell bedingt vorherrschen: kämpfen oder fliehen. Kann er beides nicht findet die Paralyse statt – totstellen. Diese Handlungsunfähigkeit in der global wachsenden Depression(-serkrankung) nicht zu erkennen, fällt mir zunehmend schwerer 🙂

Es ist nicht so, das ich das nicht verstehe. Es ist sogar so, das ich davon gar nicht frei bin. Wahrscheinlich bin ich gar nicht so weit von einem Gruppengewissen als Individuum entfernt, wie ich es mir mein Leben lang “vorgemacht” habe.

Und genau an dieser Stelle schließt sich der Kreis, zu dem Anderen. Zu dem, der das hier ließt.
Wahrscheinlich versucht jeder einzelne Mensch irgendwie zwischen “dem Wissen” und “dem Gezwungen sein” einen Weg zu finden, damit zurecht zu kommen. Die einen suchen den Weg in althruistischen Varianten, die anderen sagen sich, es ist eh alles gelaufen und hauen auf die Kacke und nehmen sich, was sie kriegen können.

Um dem Eingangspost gerecht zu werden: ich versuche auf täglicher Basis der globalen Fairness gerecht zu werden, jedoch bin ich weit davon entfernt, dies als “beispielhaft” bezeichnen zu können.

Eine Blaupause meiner täglichen Gedanken 😀

Grüßle

Offener Brief an Walter Steinmeier

Lieber Herr Steinmeier,

in Ihrer Position als Bundespräsident möchte ich Ihnen folgende Idee unterbreiten, was das irgendwie nicht enden wollende Thema “Migration” angeht.

Unter
  https://twitter.com/_amaz1ng/status/947469468623568896
ergibt sich möglicherweise ein interessanter Projektansatz.

Die Idee ist, eine öffentliche und transparente Plattform zur Debatte zu schaffen, die mit klaren Teilnahmeregeln organisiert werden könnte.

Begründung: seit 2015/16 ergab sich eine Art Tabuisierungseffekt, der einen grotesk-kontroversen öffentlichen Schlagabtausch (vorrangig) in den sozialen Netzwerken auslöste und u.a. zu extrem entfesselter Gewalt verbaler und auch physischer Natur hervorbrachte.

Durch eine solche Plattform könnten öffentliche Exzesse von “HateSpeech” in einer konstruktiven Form eingedämmt werden: “Mach (dort) einen Vorschlag und hör auf zu Hetzen!” und dadurch statt dem #NetzDG die öffentliche Debatte in eine gewaltfreie Auseinandersetzung zu wandeln.

Deutschland könnte sich mit einer solchen Variante auch wieder als humanistisches und demokratisches Land in der EU präsentieren und möglicherweise wäre das sogar global gesehen eine “Revolution”.

— Beispiel-Regelwerk —

  • Mitmachen kann und soll Jeder, unter der Voraussetzung der allgemein üblichen Konversationsregeln. Keine Hetze, keine Aggressionen, keine herabsetzenden Äußerungen, etc.
  • Zielsetzung ist, Ideen und Lösungsvorschläge von den Teilnehmern einzusammeln und sie durch einen unabhängigen, überparteilichen Ausschuß zu begutachten.
  • Themenaufschlüsselung: Asyl, Flucht, Einwanderung, (nicht abschließend) und Ideenansätze streng inhaltlich auf diese zu verteilen.
  • Lösungsvorschläge, die eine Vermischung dieser Unterteilung beinhalten können nachgebessert werden, sonst werden sie nicht angenommen.
  • Parteien haben kein Vorrecht um zu verhindern, dass diese eine Deutungshoheit für sich beanspruchen.
  • Brainstorming nach “Disney” – kritisiert (wenn überhaupt) wird erst nach Abschluss der Einreichungsphase.
  • Eingereichte Vorschläge sollten möglichst zeitnah (unter der Voraussetzung der Einhaltung der Kommunikationsregeln) anonymisiert veröffentlicht werden.
  • Im Ausschuß dürfen und sollen sich (ähnlich der Wahlhelfer oder auch Schöffen) die benötigte Anzahl bewerben dürfen. Ebenso könnte ähnlich dessen ein niedrig-hierarchiches Konzept (Wahlleiter, Assistent,..) eingesetzt werden.
  • Technisch gesehen wäre ein “Multiple-Choise” die wirtschaftlichere Variante, doch birgt es die Gefahr, von vorformulierten Antworten, die eine freie Meinung eher verzerrt und verfälscht.
  • Statt “Multiple-Choise” möglichst klar definierte Fragestellungen mit Kommentarfeldern.

Gerne würde ich diese Idee weiter ausbauen und noch mehr würde ich mich freuen, Ihre Reaktion darauf zu erfahren.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen sogenannten
“Guten Rutsch ins neue Jahr”
Mögen konstruktive und innovative Ideen für eine friedliche Gesellschaft aus uns hervorgehen.

(( ging raus per SackPost und verschiedene digitale Adressen ))

Wenn Überwachung ungesund wird

“Dosis facit venenum” ist aus der Medizin der Leitsatz, um den kritischen Punkt zu benennen, zu welchem Zeitpunkt “Etwas” von einer gesunden Beigabe zu einem Gift wird. “Die Menge macht das Gift”.

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/massive-ueberwachung-netzpolitik-gruender-raet-nach-bericht-ueber-cia-praktiken-zum-selbstschutz-a2066066.html

TOPSHOT – Police officers and CSU operators, work on a video projection system, in the Urban Supervisory Control Centre (CSU) on April 26, 2016 in Nice, southeastern France. / AFP / VALERY HACHE (Photo credit should read VALERY HACHE/AFP/Getty Images)

Unter dieser Betrachtung widme ich mich heute dem Thema Überwachung, und wann eine “kritische Masse” erreicht wird, und wozu dies dann führt.

China hat nun sein Social-Credit-System durchgesetzt und natürlich sind alle anderen Staaten, die versuchen durch einen subtilen Druck auf das Individuum dessen Verhalten zu beeinflussen, ebenso daran interessiert.

Worüber reden wir hier eigentlich?

Wir reden über den psychologischen Einfluss verschiedener Werkzeuge zur Einflussnahme auf eine dynamische Masse (Bevölkerung), die ein Ergebnis nach “Dosis facit venenum” leider nicht per se sofort aufzeigt.

Wow, naja, sowas passiert, wenn ich versuche etwas zu beschreiben, welches in sich dutzende, bedenkenswerte Faktoren beinhaltet, welche sich eben interaktiv aufeinander auswirken 🙂

Zunächst der Hawthorne-Effekt

Die Piraten haben recht frühzeitig darauf hingewiesen, das beobachtete, bzw. überwachte Personen sich anders verhalten, als Menschen in einer natürlichen Umgebung. Reichlich Organisationen weisen ebenso darauf hin, dass es in Folge dessen zu Verhaltensausbrüchen kommen wird, also ein “abnormes”, angepasstes Verhalten. Der Hintergrund ist, das ein sozial lebendes Geschöpf danach trachtet, Sicherheit in seinem eigenen Verhalten zu finden. Es braucht eine Art Routine, wie es sich gegenüber anderen verhalten kann, um sein individuelles Maß an Feedback zu erhalten. Informationsaustausch und Orientierung.

Das als Hawthorne-Effekt beschriebene Verhalten weist auf, das alleine dadurch, das Lebewesen, welche die Fähigkeit haben sich kurzfristig an veränderte Bedingungen anzupassen, sich bereits anders verhalten, wenn sie annehmen, sie würden beobachtet. Dies ist in evidenten Statistiken, welche z.B. zur Zulassung von Medikamenten erhoben werden als “Gegenbeweis” angeführt und soll über Praktiken wiederum mit Placebo ausgeglichen werden. Und so weiter und sofort.

Insgesamt sehr kompliziert, unterm Strich ist für mich hier jetzt wichtig, das Menschen sich in einer überwachten Umgebung anders verhalten. Wenn der Druck der überwachten Personen zu hoch wird, welches über nachfolgend verschiedene Umstände passieren kann, wird sich das Individuum anpassen und eigene Verhaltensmuster “erfinden”.

Störungen können auftreten wenn, das Individuum…

  • keinen Rückzugsort hat. Also keinen “nicht”-überwachten Raum
  • die Überwachung nicht zu seinem eigenen Vorteil nutzen darf
  • sich zunehmend Handlungsinterpretationen ausgesetzt fühlt
  • nicht genau weiß, wer es beobachtet/überwacht
  • wie lange die Informationen verfügbar bleiben

Ja, diese Rahmenbedingungen werden jedem Einzelnen im Laufe dieser Änderungen im Environment bewusst und führt dann mehr oder weniger schnell zu einem sich an diese Punkte angepasstes Verhalten.

Und nun kommt der Punkt Vertrauen ins “Spiel”, den das beobachtete Lebewesen an den Beobachter hat, bzw. nicht hat!

Da je nach Reichweite des Beobachtungsrahmens auch intime, also sehr persönliche Räume überwacht werden, erfordert das Vertrauen an den Beobachter, das er verantwortungsbewusst sich selbst beschränken kann, in der Art und Weise, wie der Beobachter mit den Informationen umgeht, wie der Beobachter die Informationen gegenüber anderen schützt und in welchem Umfang er sich selbst gegen falsche Interpretationsrückschlüsse wappnet.

Wenn das beobachtete Lebewesen “Beweise” für den Vertrauensbruch erhält, sind die Folgen weitreichend und eben schwer wieder gut zu machen.

In der Natur der Dinge wären diese Verhaltensweisen absolut folgerichtig. Das Individuum…

  • verzichtet auf Handlungen, die ein Vertrauen voraussetzen
  • entwickelt gespieltes routiniertes Verhalten
  • schöpft eigenen Codex für Informationsaustausch
  • liefert bewusst Falschinformationen

Vertrauensverhältnis Staat vs. Bürger

Welche Faktoren können das Vertrauen in Frage stellen, welches für den positiven Nutzen eines Sozial-Credit-Systems bzw. Massenüberwachung notwendig werden?

  • Wiederholter Mißbrauch der erhobenen Daten durch den Beobachter
  • Missbräuchlich und eigennützig ausgelegte Rechtsprechung z.B. bei Untersuchungsausschüssen
  • Missbräuchlich erhobene Informationen, bzw. Informationen, die gegen die Absprache erhoben wurden
  • Drakonisches Bestrafungssystem
  • Herabstufung des sozialen Ansehens des Beobachteten
  • Fehlende Verantwortlichkeit zum Schutz der Informationen gegenüber Dritten

Fazit

Aktuell leben wir in Deutschland (und auch in der EU) in einem Rechtssystem, welches den Anspruch hat, das jeder Einzelne – ob Behörde oder Individuum – sich auf die Gesetze verlassen kann. Zumindest wird dies an jeder Stelle so zitiert. Dem gegenüber sind die Begründungen, eine Massenüberwachung durchzusetzen immer wieder fadenscheinig. Die Argumente beziehen sich auf sehr spezielle Gefahren oder auf den Schutz einer emotional hervorgehobenen Personengruppe und schließen argumentativ Fehlentscheidungen aus. Die Möglichkeiten, verschiedene alternative Konzepte auszuarbeiten wird entweder boykottiert oder gar sabotiert und letztendlich per Dekret umgesetzt.

Die Durchsetzung von Gesetzen wird von politischen Repräsentanten übernommen und ist nicht im Verhältnis in der Art und Weise gegenüber Erlass und Auflösung bzw. Anfechtung! Ein neues Gesetz wird innerhalb des Bundestages diskutiert und wird dort erlassen. Anfechten muss man das über den Instanzengerichtsweg, der für Einzelne teuer und sehr zeitaufwendig ist!

Außerdem sei erwähnt, das auch wenn politische Repräsentanten demokratisch gewählt bzw. bestimmt worden sind (Kanzler stellt Minister), bedeutet das nicht gleichzeitig berechtigt im “Namen des Volkes”. Um die Bevölkerung und dessen Wohl zu bedienen braucht es im Gegenfluss das Vertrauen, welches durch dieses Überwachungssystem sehr schnell verspielt werden kann.

Die Punkte, welche das Vertrauen auf die Probe stellen habe ich mal dargelegt und sieht sich als nicht abgeschlossene Liste!

In diesem Sinne…

… sind die Spiele eröffnet(?)

PS.: ein ähnlicher Artikel von Michael Ellerhausen bei b-n-d.net

Arbeitstitel: Totalitarismus

“Irgendwann kriegen wir dich doch!”

(Foto: Pink Floyd – The Wall)

Im Allgemeinen assoziiert man den Begriff “Totalitarismus” sofort mit Faschismus, Nationalismus und fundamentalistischen Systemen. Für Letztere stehen dann oft islamistischen Glaubens angeführte Staaten, bzw. Gruppierungen, welche den Anspruch darauf hegen, wie der IS. Und damit ist die innere Debatte auch nach 5 Sekunden wieder beendet. 5 Sekunden, die einem Schluck Kaffee gleichen. “Nächste Seite in der Tageszeitung”. Ende der Durchsage.

Und damit zeigt sich ein Phänomen, welches derzeit schleichend immer mehr unsere Köpfe Einzug hält. Die Kritik einfordernde 68er-Bewegung ist verstummt und stattdessen skandieren “wir” zu allen möglichen Themen unsere Wahrheit, vornehmlich in den sozialen Netzwerken. Und dabei merken wir gar nicht, wie sehr “unsere” Empörung der Nährboden für genau diesen totalitären Anspruch bereitet.

Ich beobachte mit größter Besorgnis, dass selbst bis dato Freunde und Bekannte mit einem – wie ich es bezeichne – gesunden Menschenverstand ausgestattet bei irgendeinem Thema dann selbst zu Verfechtern einer Annahme werden und ein neutrales Überprüfen, kontroverse Diskussionen unterbindend nur noch einfordern, dass “wenn ich das nicht so sähe, ich ja zu den anderen gehören würde.

Die unterschätzte Gefahr dabei ist meines Erachtens, dass solange die Themen meinem eigenen Verständnis von “Gut” und “Böse”, “richtig” oder “falsch” entsprechen, eine kritische Überprüfung nicht nur dem Themenkern an sich, sondern auch im Verhalten derer, die das “genauso sehen” wie ich, nicht stattfindet. Ich wähne mich umgeben von “angenehmen Menschen”, zumindest die eine (meine) Auffassung teilen und damit fühle ich mich “sicher“.

Sicher nicht nur im Sinne von “nicht alleine in der Masse” herumzustehen, sondern auch “sicher“, was den Erhalt meiner Ansicht “Frei von lebensbedrohlichen Gefahren” angeht. Je mehr ich mich “persönlich im Heute manifestiert” habe (Haus, Familie, Verantwortung im Beruf), desto schneller wäge ich sämtliche Entscheidungen darüber ab und entwickle im Sinne des Überlebenstriebs auch ein feines Gespür dafür, was mir (und meinem Umfeld) alles gefährlich werden könnte.

Jedoch sind Begriffserfindungen wie zum Beispiel “Besorgte Bürger” oder “Verschwörungstheorie” genau die Belege, welche uns zum Innehalten bewegen sollten, statt “noch ‘ne Schippe drauf” zu legen und jetzt erst recht die “Feinde des Systems” zu bekämpfen.

Was hat der Begriff Totalitarismus mit “mir” zu tun?!

Eben eine ganze Menge! Mehr, als ich eigentlich ahne. Im Blogbeitrag Glyphosat habe ich das schon mal angerissen und im Liebesbrief an die Piraten ebenfalls. Wir neigen selbst zum Totalitarismus, um so mehr wir derzeit beginnen ein neues Bewusstsein für gesellschaftspolitische Themen zu entwickeln.

Der allgemeine Aufruf im Frühsommer 2017, sich wieder einzumischen, weil die Bundestagswahlen vor der Türe stehen und die Gefahr, das die AfD in den Bundestag einzug hält und damit eine historische Wiederholung des 3. Reiches drohe, hat doch interessanterweise eine Menge Deutscher in Bewegung versetzt. Leider war der Effekt jedoch, dass das Pendel in einer für mein Verständniss unangemessener Weise angetrieben wurde und nun beinahe unkontrolliert hin- und herschwingt.

Beispielsweise mit der Aussage “Du bist kein Nazi, aber..” haben wir unser eigenes Trainingslager zum Thema “totalitäres Meinungsbild” mit dem ersten Seepferdchen erfolgreich abgeschlossen. Seit diesem Zeitpunkt gilt sogar eine gewisse Akzeptanz, Gewalt gegen Rechte zu dulden, teilweise sogar offen zu fordern. Und alle, die das nicht so sehen, sind ebenfalls Nazis.

Nun, ich selbst sehe mich durchaus als Geschichtskundig, habe eine klare Meinung zum Thema Faschismus und sehe mich ausgesprochen klar gegenüber Neonazis und deren Weltbild. Das sollte genügen, um eine populistische Gesinnungsprüfung mit “nein” zu beantworten, ob ich nun nach “rechts” schwenke, mit “denen” sympathisiere oder plötzlich “Rechtes Gedankengut” toleriere. Wem das nicht ausreicht, hat einfach verlernt, das Diskussionen nicht funktionieren, wenn man durch eine unanfechtbare Haltung in jeder Aussage des Gegenübers einen belegten Angriff sieht.

Das lässt sich ausweiten auf die HashTag-Debatten um #metoo, #KristinaHaehnel, #Impfgegner, #No|G20, #ZPS, #KlimaWende, #EMobilitaet, #Vegan|*

Um jedoch zum Thema zurückzukommen, seit dieser Phase stelle ich fest, das unreflektiertes Stimmung machen “für” oder “gegen” irgendwas mehr Menschen erreicht, als das einfache Belegen mit Hintergrundwissen und einem anschließendem handeln.

Ständig werden alle möglichen Themen hysterisch zu einer Gefahr der inneren und äußeren Sicherheit aufgebauscht, welche es nicht wert sind so genannt zu werden und andere Themen, bei denen als nächster Schritt ein konsequentes Handeln erforderlich wird, fallen vom Tisch und werden dann im Hintergrund, zu Gunsten jener und durch jene entschieden, “gegen die wir kämpften”.

Ich habe keine Ahnung, wie “wir” wieder zu Sinnen kommen können. Das einzige was mir aktuell erst einmal einfällt ist:

“wir lassen uns spalten!”

In unseren Köpfen, in unserer Familie, bei unseren Freunden, Bekannten. Bei belanglosen Themen bis hin zu wirklich wichtigen Entscheidungen. Wir fordern andauernd per Gesinnungsprüfung eine absolute Zustimmung und verlernen Toleranz.

Toleranz heißt nicht, das man alles akzeptieren muss. Es heißt nur, das ich akzeptiere, das jemand  eine andere Meinung als ich habe. Es heißt, das ich die Freiheit habe, das gut oder schlecht zu finden und unabhängig davon trotzdem ein liebenswerter Mensch bleibe. Wenn wir das verlernen und vergessen, dann bauen wir mit dieser Art & Weise eine Gesellschaft auf, die nur noch einen charmanten Kopf braucht, der uns rettet und als Führer ins nächste Verderben treibt!

 


Weiterführende Links:

http://www.zeit.de/1972/12/welches-regime-ist-totalitaer/

http://www.bpb.de/politik/extremismus/linksextremismus/33699/totalitarismus?p=0

https://de.wikipedia.org/wiki/Totalitarismus#Kritik_der_Totalitarismus-Theorie

https://twitter.com/hb_join/status/934648173104107520/

http://www.haz.de/Sonntag/Gastkommentar/Der-neue-Totalitarismus-Gastbeitrag-von-Prof.-Dr.-Joachim-Krause

“Das bringt doch nix!”

In welcher Gesellschaft möchtest Du leben?

(Foto: Bernd Schäfer, LPM. Das haben wir doch alles schon! Was kriegen wir dafür? Das Alte hat sich bewährt! Das haben wir noch nie gemacht! Das bringt doch nichts!)

Ein paar Gedanken zum Kaffee #01 😉

Vor ein paar Tagen wurde ich auf ein Projekt aufmerksam, welches mich sofort begeistert hat. Es geht um eine App, die gesellschaftspolitische Bürgerteilhabe verspricht und meinem “sich Einmischen wollen” im Großen und Ganzen erst einmal gerecht wird.

Nachdem ich artig beim Crowdfunding mitgemacht habe, bewarb ich mich dort auch noch als “Botschafter“.  In Gedanken: ‘Ja, das passt zu mir. Ich empfinde mich als jemanden, der die Botschaft zu seiner Leidenschaft der Demokratie in die Welt hinaustragen möchte‘.

Guten Gewissens, wieder einmal meinen Beitrag an und für die Gesellschaft, also die Gemeinschaft in der ich lebe zu leisten, machte ich mich sofort daran, mir einen Plan zu überlegen, wie ich den Rest der Welt ebenfalls dazu überzeugen kann, sie für die Demokratie zu begeistern.

Aus meiner Erfahrung, zum Beispiel mit der organisierten Gesprächsrunde “The Great Debaters” wusste ich schon, das in dem Moment, wo es um das ganz praktische Handeln geht, die Menschen fern bleiben, die ich auch den sozialen Netzwerken so kenne.

Auf Facebook, auf Twitter erlebe ich gefühlt eine unglaublich hohe Beteiligung an gesellschaftspolitischen Themen. Jeder hat seine Meinung, was schief läuft, was man verbessern könnte, was gar nicht geht. Empörung an vielen Ecken. Emotional und gefühlt wahrhaftig.

“Klasse”, denke ich mir. “Und hier haben wir endlich auch wieder was zum Mitmachen!” und frohen Mutes präsentiere ich wieder einmal ein Projekt, welches die gelebte Demokratie in jeder Faser ausdrückt.

Doch dann kommt die Enttäuschung. “Meinste, das bringt was?” – “Demokratie gibts doch gar nicht mehr” – “Das haben schon ganz andere versucht!” – “Sag Bescheid, wenns los geht” – “Oh, da hab ich jetzt ja mal gar keine Zeit für“.

Um mich jetzt komplett entmutigt oder desillusioniert zurück zuziehen, steht mein inzwischen herangewachsenes Wesen dagegen. Mein Leben bestand aus zu vielen Rückschlägen und Neuanfängen, die im Nachhinein viel besser waren als das, was davor zusammen gebrochen ist, als das ich jetzt damit anfangen würde aufzugeben.

Doch die Frage, warum es so eine gewaltige Kluft beim gesellschaftlich gemäßigten Menschen gibt, zwischen der Empörung und dem Handeln, das will mir irgendwie nicht wirklich in den Kopf.

Klar, könnte ich jetzt mit allerlei abwertenden Begriffen um mich werfen, sowas wie “Kein Arsch in der Hose, wenns ums Machen geht” – “Große Klappe – Nix dahinter”.
Doch das wäre zum einen kontraproduktiv und zum anderen muss da mehr dahinter stecken, als das ich es so einfach be- und verurteilen könnte.

Was ist es also, was uns beim Handeln so abschreckt. Warum sind wir verbal bereit, die ganze Welt umzuschmeißen und neu zu erfinden und sind beim Startschuß nicht an der Startlinie?

Vielleicht muss ich die Frage auch nicht beantworten, sondern jeder für sich selbst, wenn er seinen nächsten revolutionellen, sensationellen, offenbarenden Text verfasst, um ihn in die Welt zu schubsen 🙂

Ich kann für meinen Teil sagen, dass solange die Demokratie wenigstens auf dem Papier steht, in diesem “unseren” Land, solange werde ich die Dinge tun, die mir dort als Werkzeuge in die Hand gegeben werden. Auch wenn so viele Zweifler unsere politische Landschaft nur noch als Supermarkt der Eitelkeiten empfinden (und sie ahnen ja nicht, wie oft ich dem doch zustimme), muss es nicht im Umkehrschluss bedeuten, das man da tatenlos zusehen muss.

Jeder Mensch hat wohl ein Recht darauf, sich zu ärgern. Aber niemand ist dazu verpflichtet 🙂

Ich für meinen Teil setze die Energie lieber in Handeln um. Manchmal ist es gar nicht so schwer.

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