System-Anomalie

Wer hat das Lenkrad?!

Kategorie: Digitales

Wir müssen reden! Über KI und den Begleiterscheinungen.

Vorweg, ich programmiere, bin Technik und Elektronik gegenüber sehr aufgeschlossen, habe ein Jahrzehnt in der Erwachsenenbildung Linux unterrichtet, finde die Möglichkeiten mit KI enorm spannend und interessant, entwickle meine eigenen IoT-Geräte mit Einplatinencomputern – also niemand, der das Thema verteufeln will.
Das sollte der Leser vorher wissen!

Im Grunde soll mein Beitrag dazu auffordern, dass sich mehr Menschen für die Entscheidungen interessieren, welche über die Ministerien unserer Bundesregierung getroffen werden. Diesbezüglich geht es um die Datensammelwut, Ausspähsoftware (Hessentrojaner), die Forderung an die Hersteller von Geräten aus IoT, Router, Drohnen, Alarm-/Überwachungssystemen, etc. Backdoors bereit zu stellen. Sollte dieser Forderung nicht nachzukommen sein, weil Gesetze dies verhindern oder Hersteller sich aus anderen Gründen verweigern, haben sich entsprechende Organe unserer Ministerien in den Kopf gesetzt, sich selbst darum zu kümmern und Offensiv-Software (z.B. Tools, ZeroDayExploits) einzukaufen.

Grundsätzlich ist dieser Wunsch absolut nachvollziehbar, denn das Spiel “Police and Thievs” ist so alt, wie es die Regeln der inneren Ordnung gibt. Diese Ordnung zu bewahren ist der leitende Grundgedanke und dreht sich im Kern um den Schutz dieser Regeln gegenüber jenen, die sie umgehen wollen.
Sich nicht erwischen lassen” –  heroisch stehen da zum Beispiel der “Perfekte Bankraub” und so weiter.
Doch mit dem Betreten der ITK, dessen Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren kann man schnell den Überblick verlieren und ich befürchte, dass dies derzeit der Fall ist.

Meine Sorge basiert darauf, dass die Anstrengungen, juristisch und praktisch Zugriff auf jegliche Geräte zu erlangen, die Sicherheitsstufe im Endeffekt herabsetzt. Statt den allgemeinen Sicherheitsstandard zu heben, die Bevölkerung den Umgang mit vernetzter Technik vertraut zu machen, ihr zu helfen Verantwortung für ihre Geräte zu übernehmen wird alles dafür getan, die gesamte Digitalisierung nach wie vor zu einer Blackbox zu verschleiern. “Ein Ding, was das tut, was auf der Verpackung steht – mehr müssen Sie nicht wissen! Denn um den Rest kümmern wir uns”

Worum geht es

Nun komme ich zum eigentlichen Thema, den Missbrauch von KI, Machine-Learning, Bots und Botnets. Ende 2017 haben Robotik- und KI-Unternehmer – u.a. Elon Musk und der britische Astrophysiker Stephen Hawking – die Vereinten Nationen aufgefordert, autonome Killerroboter zu verbieten und davor gewarnt, dass die digitalen Waffen gegen Zivilisten eingesetzt werden können.

Elon Musk ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Investor. Bekannt ist er durch seine Teilhabe an der Gründung des Online-Bezahlsystems PayPal und seine Erfolge mit dem privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX und dem Elektroautohersteller Tesla Motors – also durchaus ein ernst zunehmender Gesprächspartner, wenn es um Möglichkeiten und auch Gefahren zu KI geht.

Mehr als zwei Dutzend Experten berichten darüber, das und wie künstliche Intelligenz missbraucht werden kann, von Diktatoren, Kriminellen und Terroristen. Diese Technologie kann eingesetzt werden zur Manipulation von Wahlen, bewaffnete Drohnen für Terroranschläge, die rasante Weiterentwicklung von Phishing und Malware zur gezielteren Profilsuche im Personenraster. In einer 100-seitigen Analyse schilderten sie das zu erwartende Wachstum der sogenannten Cyberkriminalität und den Einsatz von “Bots” (automatisierten vernetzten Skripte bzw. Kleinstprogramme), die in den nächsten fünf bis zehn Jahren nicht nur die Berichterstattung von Nachrichten stören werden, sondern auch generell in die sozialen Medien eindringen und sich dort neben der erweiterten Profilevaluierung auch in die Meinungsbildung einmischen.

Unser Bericht konzentriert sich auf Möglichkeiten, wie Menschen mit künstlicher Intelligenz vorsätzlichen Schaden anrichten können“, meint Sean O’HEeigaigh, Executive Director des Cambridge Centre for Study Existential Risk.
AI kann neue Bedrohungen darstellen oder die Art bestehender Bedrohungen über die Cyber-, physische und politische Sicherheit hinweg verändern“.

Die derzeit gängige Praxis, beispielsweise “Phishing” – also das Versenden von E-Mails, die mit Malware versehen sind oder darauf ausgelegt sind, wertvolle persönliche Daten zu evaluieren – könnte weitaus gefährlicher werden.

Gegenwärtig sind Phishing-Versuche entweder

  • generisch, aber transparent – wie z.B. Betrüger, die Bankdaten verlangen, um unauthorisiert Kontobewegungen durchzuführen, oder
  • personalisiert, aber arbeitsintensives Erlangen von persönlichen Daten, um das Vertrauen von jemandem zu gewinnen, bekannt als Spear-Phishing.

O’HEeigaigh:”Durch die Verwendung von AI könnte es möglich werden, Spear-Phishing in großem Maßstab zu betreiben, indem ein Großteil des Prozesses automatisiert wird“.

Um es nochmal in Erinnerung zu rufen: mir geht es nicht darum, KI zu verteufeln, sondern dass die bisherigen Pläne der Bundesregierung (nicht nur in Deutschland) verhindern bzw. es gar nicht vorsehen, dass sich Medienkompetenz in der Bildung durchsetzt und das technische Verständnis der Bevölkerung an den aktuellen Stand der Möglichkeiten angeglichen wird.
Die Debatte bei Datenschutz “Ich hab doch nichts zu verbergen” zeigt sehr deutlich, dass der Großteil derer, welche vernetzte Kommunikation alltäglich nutzt, naiv und vollkommen unzureichend mit dem Thema vertraut ist!

Manipulation der öffentlichen Meinung

In der politischen Sphäre können skrupellose oder autokratische Führer bereits fortschrittliche Technologie einsetzen, um Berge von Daten aus omnipräsenten Überwachungsnetzen zu durchsuchen, um ihre eigenen Leute auszuspionieren.
“Diktatoren könnten schneller Menschen identifizieren, die ein Regime untergraben wollen, sie lokalisieren und ins Gefängnis stecken, bevor sie handeln”, warnte auch bereits Edward Snowden.

Ebenso sind gezielte populistische Propaganda zusammen mit billigen, jedoch höchst glaubwürdig gefälschten Videos und Fotos zu mächtigen Werkzeugen geworden, um die öffentliche Meinung “in vorher unvorstellbaren Maßstäben” zu manipulieren, berichten wiederholt einschlägige Nachrichtenargenturen und Organisationen.

Eine Anklage, die 2017 vom US-Sonderermittler Robert Mueller überreicht wurde, enthielt eine umfangreiche Operation, um die soziale Spaltung in den Vereinigten Staaten zu säen und die Präsidentschaftswahlen 2016 zu beeinflussen, in denen sogenannte “Trollfarmen” Tausende von Social Network-Bots Twitter manipulierten.

Eine weitere Gefahrenzone am Horizont ist die Verbreitung von Drohnen und Robotern, die für den Absturz von autonomen Fahrzeugen, die Lieferung von Waffen oder deren Bestandteilen oder die Bedrohung kritischer Infrastrukturen für Lösegeldzwecke eingesetzt werden könnten.

Technischer Fortschritt bei Terroranschlägen

Ich persönlich bin besonders besorgt darüber, dass autonome Drohnen für Terror und automatisierte Cyberattacken sowohl von Kriminellen als auch von staatlichen Gruppen verwendet werden“, sagte Co-Autor Miles Brundage, Forscher am Future of Humanity Institute der Universität Oxford.

Der Bericht gibt ein plausibles Szenario vor, in dem ein mit einer Bombe ausgerüsteter Büroreinigungs-SweepBot das deutsche Finanzministerium infiltriert, indem er sich mit anderen Maschinen derselben Marke vermischt. Der eindringende Roboter verhält sich normal – fegen, säubern, Müll entsorgen – bis seine versteckte Gesichtserkennungssoftware den Minister entdeckt und einsperrt.

Ein versteckter Sprengsatz wurde durch Nähe ausgelöst, tötete den Minister und verwundete Mitarbeiter in der Nähe“, heißt es in der Science-Fiction-Storyline.

Dieser Bericht hat sich vorgestellt, wie die Welt in den nächsten fünf bis zehn Jahren aussehen könnte“, sagte O’HEeigaigh. “Wir leben in einer Welt voller alltäglicher Gefahren durch den Missbrauch von KI, und wir müssen uns der Probleme annehmen.

Letztlich fordern die Autoren der Berichte politische Entscheidungsträger und Unternehmen dazu auf, Roboter-Betriebssoftware zunächst unbrauchbar bzw. nicht nutzbar zu machen, bestimmten Forschungsbereichen massive Sicherheitsbeschränkungen aufzuerlegen und erwägen, Gesetze und Vorschriften zur KI-Entwicklung auszuweiten, bevor die Weiterentwicklung fortgeführt wird.

Riesige HighTech-Unternehmen, vorallem die Führenden in der KI “sollten viele Anreize bekommen, um sicherzustellen, dass KI sicher und vorteilhaft ist“, heißt es in dem Berichten.

Autonome Waffen

Ein weiterer Bereich, der Anlass zur Sorge gibt, ist der erweiterte Einsatz von automatisierten tödlichen Waffen.
Letztes Jahr haben mehr als 100 Robotik- und KI-Unternehmer – darunter Tesla- und SpaceX-CEO Elon Musk sowie der britische Astrophysiker Stephen Hawking – die Vereinten Nationen aufgefordert, autonome Killerroboter zu verbieten und davor zu warnen, dass diese Waffen von unauthorisierten Personen z.B. von Terroristen benutzt werden könnten um Zivilisten zu bedrohen, zu schaden oder auch erpresserisch Nationen unter Druck setzen können. Und final ist es heute schon möglich, Bekennerhinweise zu den Taten so zu manipulieren, dass die ursprünglichen Täter gar nicht erkannt werden.

Lethal Autonomous Weapons, also autonome tödliche Waffensysteme drohen, die dritte Revolution in der Kriegsführung zu werden” – nach der Erfindung von Maschinengewehren und der Atombombe, warnte in einer gemeinsamen Erklärung, die auch von Google-DeepMind Mitbegründer Mustafa Suleyman unterzeichnet wurde.

Finale Aussage

Wir müssen handeln. Sobald diese Büchse der Pandora geöffnet ist, wird es schwer sein sie wieder zu schließen.
Zu den Teilnehmern des neuen Berichts mit dem Titel “Der böswillige Einsatz von künstlicher Intelligenz: Vorhersage, Prävention und Milderung” gehören auch Experten der Electronic Frontier Foundation, des Zentrums für eine neue amerikanische Sicherheit und OpenAI, einer führenden gemeinnützigen Forschungseinrichtung Unternehmen.
“Ob AI alles in allem ist, hilfreich oder schädlich auf lange Sicht ist, ist größtenteils ein Produkt dessen, was Menschen tun, nicht die Technologie selbst”, sagte Brundage.

Diese Auseinandersetzung ist jedoch nur möglich, wenn sich das Interesse zu diesem Thema erweitert und die Bevölkerungen der Nationen sich bewusst werden, das selbst das Smartphone ein Teil dieser Technologie darstellt.

Beginnen Sie mit einem gesunden Verständnis ihres Verhaltens im (Ä)Ether. Seien Sie kritisch bei E-Mails. Ausgewogen, nicht paranoid. Besuchen Sie eine CryptoParty und erlernen Sie die Mindestvoraussetzungen für digitale Selbstverteidigung. Gehen Sie kritischer mit den Produktversprechen bei technischen Geräten um, behaupten Sie niemals wieder “Sie hätten nichts zu verbergen!”
Beteiligen Sie sich an den öffentlichen Diskussionen zum Beispiel um den Hessentrojaner und fordern Sie die Bundesregierung auf, auf den Einsatz solcher Software zu verzichten und drängen Sie zur Anhebung der Sicherheitsstandards, fordern Sie Medienkompetenz an Schulen und vielleicht fördern Sie via Spenden die eine oder andere Organisation oder Verein, die sich damit beschäftigt, wie zum Beispiel CCC, DigitalCourage, EFF, Freifunk.

Bleiben Sie aktiv und überlassen Sie diese Diskussion nicht jenen, die lösungsverliebt flächendeckende und anlasslose Vollüberwachung für Terrorlösung und Sicherheit halten.

LG

NetzDG – Mein Kommentar

Bezüglich des Blogs Alvar-Freunde, ein Versuch einen konstruktiven Kommentar beizusteuern.

Ein Versuch deswegen, weil die (bisher) 77 Fragen erschlagen und den Fokus immer wieder auf eine Regulierung setzen, die als Erziehungsmaßnahme potentiell eher abgelehnt wird und sogar als Provokation interpretiert zu noch mehr Auswüchsen der Verrohung in zwischenmenschlicher Kommunikation führt.
So zumindest meine Beobachtungen.

Die Kernfrage ist meines Erachtens, was diese verbale Gewalt, diese emphatielose Beschimpfung verursacht und warum man dies nicht in den Griff bekommt, statt hinterher deren Auswüchse regulieren zu wollen.

Es ist (massiv simplifiziert) im Grunde wie mit einem Gartenschlauch, der bei permanent durchfließendem Wasser nicht die Möglichkeit bietet, ein Ventil einzubauen oder auch nur den Sprühkopf zu tauschen.

Ich oute mich als eine Person, die gegen das #NetzDG ist, fühle mich jedoch als “Anti-#NetzDG-Aktivist”, #NetzDG-Gegner” und welche Bezeichnungen es noch geben sollte eher diskriminiert und lehne jegliche Kategorisierung und “ismen” aus dem gleichen Grunde ab. Denn auch dies ist eine Form unterschwelligem Hatespeech, um welchen es ja in der ganzen Debatte geht.

Meine Haltung dazu ist sehr ähnlich den Bemühungen von Ursula von der Leyens Idee der STOP-Schilder, um gegen die Kinderpornoindustrie vorzugehen. Auch hier begründe ich meine Haltung damit, das dies den Opfern nicht gerecht wird, die unglaublichen Taten nur ausblendet und damit die Aufklärung und Verurteilung der Täter eher verhindert!

Punkte (,,): “Internet und Content”

Das Internet besteht aus einer Vielzahl von Servern bzw. permanent angeschlossenen Speichermedien, mit unzählichen Plattformen, privaten und kommerziellen Webseiten und Portalen, welche jeden Content den man sich vorstellen kann bereitstellen.
Dieser Content obligt grundsätzlich einem Urheberrecht, welches durch das Telemediengesetz in Deutschland durch das Impressum bzw. durch die Angaben per WHOIS zum Verantwortlichen zurückführen lässt.
Hier gibt es sinnvolle Regelungen, um zum jeweiligen Ursprung von Texten, Bildern, Video- und Audiomaterial zu gelangen. Es gibt auch Absprachen, wie dies im “Ausland” verhandelt wird, also nach internationalem Recht.

Es mag zugegeben aufwendig sein und teilweise durch Regelungen des Serverstandorts gar aufgehoben, doch ist dies eine Verhandlung, die auf politischer Ebene zwischen den beteiligten Ländern ausgetragen werden muss und nicht das Recht der grundsätzlich zensurfreien Erstellung oder Veröffentlichung von Content per se einschränken darf.

Denn Letzteres wird immer bedeutetn, das eine ermüdende Diskussion und Interpretation in Gang gesetzt wird, “was zensiert werden darf, was einer Zensur unterliegt, wer die Regeln festlegt und wer die Durchsetzung kontrolliert”.

Punkte (,,): “Löschung von Inhalten”

Es gibt Regelungen wie “Recht auf Vergessen”, welches mit ausreichender Begründung oder eben durch richterlichen Beschluß jegliche Inhalte von den Quellservern einer Löschung zu unterziehen.
Demnach gibt es die Möglichkeit, Beleidigungen, Rufmord etc. zu begegnen. Das dies in Gänze technisch nicht umsetzbar ist, liegt an der Konstruktion vom Internet selbst und wird sich nicht durch ein #NetzDG verhindern lassen.
Totalitäre Regierungen versuchen dies erfolglos und haben nichts weiter erschaffen als ein einfaches zensiertes Netzwerk, welches ins Landesinnere funktioniert, indem die jeweils regionalen Provider zu Zwangsmaßnahmen wie Proxy-, DNS-, Keyword-Content-Sperren verpflichten. Vorhanden ist der Content dennoch.

Punkte (,,): “Durchsetzung von Löschung”

Wenn ein Content als nach dem GG in unserem Land als Inhalt (an)erkannt ist, welcher einen Strafbestand beinhaltet, dann stellt sich die Frage, wie mit diesem umzugehen ist.

Seit der Erfindung von HTML und der Möglichkeit des Verlinkens von Inhalten, die unter anderen Adressen zu finden sind steht die Diskussion im Raum, ab wann man wie dafür haftet, wenn man diese Kern-Eigenschaft von HTML nutzt.
Ferner wenn man Dritten Speicherplatz zur Veröffentlichung bereitstellt, wenn man ein entsprechender Provider ist, ein Forum betreibt oder ähnliche Konstrukte.

Bisher hat man sich darauf verständigt, dass Löschung nach Kenntniss unter Einbeziehung angemessener Methoden genügt.
Ich bin der Meinung, das Unternehmen, Organisationen und Privatleute, die nachweislich mehrfach Unkenntnis vorgeben entsprechend sanktioniert werden können. Man nennt dies dann Wiederholungstäter, welchem im Strafrecht ein eigenes Kapitel gewidmet ist.

Angemessene Methoden müssten vielleicht regelmäßig angepasst und besprochen werden, jedoch genau wie die Bereiche der Wissenschaft permanent bei jeder Änderung einer Beurteilung gegenüber einer Ethikkommission standhalten.

Denn es gilt immer zu berücksichtigen, dass das Unrecht Einzelner nicht durch die Beschränkung Aller (Sippenhaft) begegnet werden kann.

Punkte (,,): “Meinungsfreiheit vs. HateSpeech”

Das in meinen Augen wirklich interessanteste Thema ist eigentlich das gesellschaftliche Verhalten in der Kommunikation, der Umgang miteinander.

Viele gesellschaftspolitischen Wissenschaftler zerbrechen sich den Kopf darüber, wie etwas, was wir heutzutage vor allem im Netz vorfinden, überhaupt entstehen konnte.
Wenn “wir”, dh. wenn ich zu Grunde lege, dass es sich nicht um ein spontanes Ereignis handelt sondern eine Momentaufnahme einer Entwicklung darstellt, kann man recht schnell erkennen, dass es entsprechend dazu keine “Sofortlösung” gibt, sondern nur ein Gegensteuern, um die Weiterentwicklung auf einen anderen Weg zu bringen.

Es ist wichtig zu erkennen, dass kaum ein Mensch mit dem Erreichen der Volljährigkeit sich “vorschreiben” lassen wird, wie er mit dem anderen umgeht. Es gibt moralische Gründe, dh. man kann jeden Menschen versuchen daran zu erinnern, “Was Du nicht willst, was man Dir tu, ..” also eben die bestehenden Empfehlungen wie Netiquette(n) zu kultivieren, könnten ebenso das Belohnungs-/Bestrafungssystem genauer betrachtet werden.

Jedoch ist es schwierig, den Umgang miteinander zu beurteilen. Ab wann gilt eine Aussage als Beleidigung, ab wann ist ein Zyniker ein Gruppenstörer etc. Wo wird hier die Grenze gezogen.

Man sieht, jedesmal, wenn man versucht, ein Regelwerk aufzubauen um sich darauf zu beziehen, landen im gleichen “Topf” auch Leute, die da nicht und nur bedingt hineingehören.

Die Gesellschaft steht eigentlich vor der Herausforderung, Courage wieder zu erlernen, die Kommunikation zu überdenken, die eigene Verantwortung dafür zu übernehmen, bevor man den Mund aufmacht, das zu Sagende durch die Filter (Bereicherung, Richtig, Nötig) laufe3n zu lassen.

Abschließend, das NetzDG verlagert im Grunde die Pöbelei und Hetze in eher unsichtbare Bereiche, alternative Netzwerk und deren Bubbles und hat im Endeffekt nur die Masse beschnitten ohne auch nur einen Funken bei den eigentlichen Hetzern zu bewirken.

Anmerkung zu “Punkte (,,):”
Ich wollte ursprünglich die jeweiligen Punkte aufzählen, doch bin ich daran gescheitert, dass viele Punkte wiederholend, gleiche Schnittmenge etc. haben und ich mich nicht festlegen konnte.
Ich hoffe, dass ich dennoch etwas zur Diskussion beitragen konnte.

In diesem Sinne
LG
Andreas

Wenn Überwachung ungesund wird

“Dosis facit venenum” ist aus der Medizin der Leitsatz, um den kritischen Punkt zu benennen, zu welchem Zeitpunkt “Etwas” von einer gesunden Beigabe zu einem Gift wird. “Die Menge macht das Gift”.

http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/massive-ueberwachung-netzpolitik-gruender-raet-nach-bericht-ueber-cia-praktiken-zum-selbstschutz-a2066066.html

TOPSHOT – Police officers and CSU operators, work on a video projection system, in the Urban Supervisory Control Centre (CSU) on April 26, 2016 in Nice, southeastern France. / AFP / VALERY HACHE (Photo credit should read VALERY HACHE/AFP/Getty Images)

Unter dieser Betrachtung widme ich mich heute dem Thema Überwachung, und wann eine “kritische Masse” erreicht wird, und wozu dies dann führt.

China hat nun sein Social-Credit-System durchgesetzt und natürlich sind alle anderen Staaten, die versuchen durch einen subtilen Druck auf das Individuum dessen Verhalten zu beeinflussen, ebenso daran interessiert.

Worüber reden wir hier eigentlich?

Wir reden über den psychologischen Einfluss verschiedener Werkzeuge zur Einflussnahme auf eine dynamische Masse (Bevölkerung), die ein Ergebnis nach “Dosis facit venenum” leider nicht per se sofort aufzeigt.

Wow, naja, sowas passiert, wenn ich versuche etwas zu beschreiben, welches in sich dutzende, bedenkenswerte Faktoren beinhaltet, welche sich eben interaktiv aufeinander auswirken 🙂

Zunächst der Hawthorne-Effekt

Die Piraten haben recht frühzeitig darauf hingewiesen, das beobachtete, bzw. überwachte Personen sich anders verhalten, als Menschen in einer natürlichen Umgebung. Reichlich Organisationen weisen ebenso darauf hin, dass es in Folge dessen zu Verhaltensausbrüchen kommen wird, also ein “abnormes”, angepasstes Verhalten. Der Hintergrund ist, das ein sozial lebendes Geschöpf danach trachtet, Sicherheit in seinem eigenen Verhalten zu finden. Es braucht eine Art Routine, wie es sich gegenüber anderen verhalten kann, um sein individuelles Maß an Feedback zu erhalten. Informationsaustausch und Orientierung.

Das als Hawthorne-Effekt beschriebene Verhalten weist auf, das alleine dadurch, das Lebewesen, welche die Fähigkeit haben sich kurzfristig an veränderte Bedingungen anzupassen, sich bereits anders verhalten, wenn sie annehmen, sie würden beobachtet. Dies ist in evidenten Statistiken, welche z.B. zur Zulassung von Medikamenten erhoben werden als “Gegenbeweis” angeführt und soll über Praktiken wiederum mit Placebo ausgeglichen werden. Und so weiter und sofort.

Insgesamt sehr kompliziert, unterm Strich ist für mich hier jetzt wichtig, das Menschen sich in einer überwachten Umgebung anders verhalten. Wenn der Druck der überwachten Personen zu hoch wird, welches über nachfolgend verschiedene Umstände passieren kann, wird sich das Individuum anpassen und eigene Verhaltensmuster “erfinden”.

Störungen können auftreten wenn, das Individuum…

  • keinen Rückzugsort hat. Also keinen “nicht”-überwachten Raum
  • die Überwachung nicht zu seinem eigenen Vorteil nutzen darf
  • sich zunehmend Handlungsinterpretationen ausgesetzt fühlt
  • nicht genau weiß, wer es beobachtet/überwacht
  • wie lange die Informationen verfügbar bleiben

Ja, diese Rahmenbedingungen werden jedem Einzelnen im Laufe dieser Änderungen im Environment bewusst und führt dann mehr oder weniger schnell zu einem sich an diese Punkte angepasstes Verhalten.

Und nun kommt der Punkt Vertrauen ins “Spiel”, den das beobachtete Lebewesen an den Beobachter hat, bzw. nicht hat!

Da je nach Reichweite des Beobachtungsrahmens auch intime, also sehr persönliche Räume überwacht werden, erfordert das Vertrauen an den Beobachter, das er verantwortungsbewusst sich selbst beschränken kann, in der Art und Weise, wie der Beobachter mit den Informationen umgeht, wie der Beobachter die Informationen gegenüber anderen schützt und in welchem Umfang er sich selbst gegen falsche Interpretationsrückschlüsse wappnet.

Wenn das beobachtete Lebewesen “Beweise” für den Vertrauensbruch erhält, sind die Folgen weitreichend und eben schwer wieder gut zu machen.

In der Natur der Dinge wären diese Verhaltensweisen absolut folgerichtig. Das Individuum…

  • verzichtet auf Handlungen, die ein Vertrauen voraussetzen
  • entwickelt gespieltes routiniertes Verhalten
  • schöpft eigenen Codex für Informationsaustausch
  • liefert bewusst Falschinformationen

Vertrauensverhältnis Staat vs. Bürger

Welche Faktoren können das Vertrauen in Frage stellen, welches für den positiven Nutzen eines Sozial-Credit-Systems bzw. Massenüberwachung notwendig werden?

  • Wiederholter Mißbrauch der erhobenen Daten durch den Beobachter
  • Missbräuchlich und eigennützig ausgelegte Rechtsprechung z.B. bei Untersuchungsausschüssen
  • Missbräuchlich erhobene Informationen, bzw. Informationen, die gegen die Absprache erhoben wurden
  • Drakonisches Bestrafungssystem
  • Herabstufung des sozialen Ansehens des Beobachteten
  • Fehlende Verantwortlichkeit zum Schutz der Informationen gegenüber Dritten

Fazit

Aktuell leben wir in Deutschland (und auch in der EU) in einem Rechtssystem, welches den Anspruch hat, das jeder Einzelne – ob Behörde oder Individuum – sich auf die Gesetze verlassen kann. Zumindest wird dies an jeder Stelle so zitiert. Dem gegenüber sind die Begründungen, eine Massenüberwachung durchzusetzen immer wieder fadenscheinig. Die Argumente beziehen sich auf sehr spezielle Gefahren oder auf den Schutz einer emotional hervorgehobenen Personengruppe und schließen argumentativ Fehlentscheidungen aus. Die Möglichkeiten, verschiedene alternative Konzepte auszuarbeiten wird entweder boykottiert oder gar sabotiert und letztendlich per Dekret umgesetzt.

Die Durchsetzung von Gesetzen wird von politischen Repräsentanten übernommen und ist nicht im Verhältnis in der Art und Weise gegenüber Erlass und Auflösung bzw. Anfechtung! Ein neues Gesetz wird innerhalb des Bundestages diskutiert und wird dort erlassen. Anfechten muss man das über den Instanzengerichtsweg, der für Einzelne teuer und sehr zeitaufwendig ist!

Außerdem sei erwähnt, das auch wenn politische Repräsentanten demokratisch gewählt bzw. bestimmt worden sind (Kanzler stellt Minister), bedeutet das nicht gleichzeitig berechtigt im “Namen des Volkes”. Um die Bevölkerung und dessen Wohl zu bedienen braucht es im Gegenfluss das Vertrauen, welches durch dieses Überwachungssystem sehr schnell verspielt werden kann.

Die Punkte, welche das Vertrauen auf die Probe stellen habe ich mal dargelegt und sieht sich als nicht abgeschlossene Liste!

In diesem Sinne…

… sind die Spiele eröffnet(?)

PS.: ein ähnlicher Artikel von Michael Ellerhausen bei b-n-d.net

Liebesbrief an die PIRATEN


Anmerkung
: Dieser Text wurde am 27.09.2017 an die Redaktion der (PIRATEN@)Flaschenpost geschickt, mit der Bitte, ihn als Gastbeitrag zu veröffentlichen.
Bis heute (3.10.2017) kam noch nicht mal eine Reaktion. Weder als Absage, noch als Stellungnahme. Da ich das als Bestätigung sehe, das sich die Piraten nicht der Kritik an internen Problemen stellen wollen, ist das gleichzeitig auch das finale Ende meiner Zugehörigkeit. Ich werde den Text nun selbst veröffentlichen. Schade, sehr Schade.

“Liebesbrief an die Piraten”

Witten, 25.09.2017
Meine Antwort und Ergänzung auf @Kristos und die “Enttäuschte Liebe” und @netzpolitik

Mit Bestürzen habe ich die Veröffentlichung von @netzpolitik gelesen und mein erster Impuls war wie @Kristos es auch beschrieb:
“WTF! Doch nicht jetzt und vor allem so ein echt fieser Tritt in die Genitalien!”
@Markus, @Anna das hat wirklich sehr verletzt!

Ich bin im Grunde Pirat der ersten Stunde. In Essen 2007 saß ich mit ein paar Nerds im Unperfekthaus zu einem der ersten Gründungstreffen. Die Stimmung war gut, Atmosphäre zum Schneiden, voll mit Ideen, Visionen und Aktivismus. Es war spannend. Lebhaft. Einfach Toll!
Diskussionen über den Zustand Deutschlands wurden im ganzen Haus, vor der Tür und auch noch bereits Stunden später online geführt. Immer im Vordergrund, demokratische Wege zu finden, diese ganzen ständig unter den Teppich gekehrten Themen auf den Tisch der Regierung zu knallen:
“Hier, eine Anmerkung von uns! Wir sind die Piraten! Merkt Euch das! Wir entern Euch!”

Damals hieß es, dass die Piraten eine starke Opposition werden wollen. Wir wollten uns einmischen, und unser erklärtes Ziel war bestenfalls – jedoch ausdrücklich hartnäckig(!) – “beratend zu digitalen Themen” aufzutreten, unerbittlich einzufordern, bei der Wahrheit zu bleiben und offenzulegen, wenn Verfassungsauslegungen bis hin zu Rechtsbrüchen getätigt werden, und sich als Stachel in den Pelz der Regierung zu bohren.

Da war ich voll mit dabei. Ich habe natürlich gesehen, welches Ausmaß diese Aufgabe mit sich bringt. Doch das wird zu stemmen sein, da waren wir uns alle sicher.

Vor der Bundestagswahl 2013 wurde dann der Kurs gewechselt und auf einmal wurde dieses Spielchen gespielt, eine Regierungspartei stellen zu wollen. Also das feste Vorhaben, dass die PIRATENPARTEI im Ausnahmefall tatsächlich regierungsfähig ist. Spätestens hier wurde meiner Meinung nach der Startschuss zum Zerlegen der Piraten gegeben.

Mal ganz abgesehen davon, dass mit einem Mal Leute auf der Bühne auftauchten, die ich als “Rampensau” bezeichne. In aller Regel meine ich das eigentlich liebevoll. In einigen Fällen galt das jedoch eher als nüchterne Aussage meinerseits.

Die Prioritäten der Piraten veränderten sich, und eine lebhafte Diskussion um die Neuausrichtung begann. Doch sie fand bereits unter einem neuen Stern statt. Aufrufe zur Selbstreflexion und Besinnung, zur Anmahnung “an die Navigatoren”, wurden mit härtester Diskreditierung bestraft. Das lässt sich leider nicht leugnen. Ich möchte mich nicht gern an die Diskussionen erinnern, in denen Mitglieder einfach rausgeekelt wurden. „Reisende soll man nicht aufhalten“ war eine nur zu häufig verwendete Entschuldigung. Im Nachhinein wird heute immer noch fehlender Parteipatriotismus vorgeworfen, da sie ja nicht mehr da sind.

Ja, ich gebe zu, die Situation um jegliche Bürgerrechte ist nicht erst seit 2017 absolut miserabel. Und ja, das war und ist nicht alles, was da schief läuft im Bundestag.

Obwohl erwiesenermaßen die ganzen Missstände im sozialen Bereich, Gesetzesbrüche bei Hartz4, das Pervertieren des Bildungssystems, die endlose und falsche Debatte in der Drogenpolitik und tausend Probleme mehr bestehen und die Piraten da ein erstaunliches Fachwissen, eine bewundernswerte Kompetenz aufweisen und die meisten sachkundigen Bürger in NRW stellen, war die Versuchung eben zu groß, die eigentlichen Ziele, wie zum Beispiel die Verteidigung der digitalen Bürgerrechte, nicht mehr als oberste Priorität zu behandeln – nur um im Stimmenfang maximal erfolgreich zu sein.

Meiner Meinung nach wäre es ausreichend gewesen, die “Versprechen der etablierten Parteien” öffentlich und entlarvend einzufordern und hartnäckig, und genau so wie ich die Piraten kannte, DORT den Finger in die Wunden zu legen! Ich kenne uns als unerbittliche Kritiker! Als Piraten eben. Und damit hätten wir auch unsere Ziele erreicht!

Um diese Ziele zu benennen versuche ich es kurz zu halten: Es gibt verdammt viel Leid und Unrecht in unserem Land. Doch wir können eben nicht alle retten. So bitter das auch ist. Denn wenn wir die digitalen Bürgerrechte und Teilhabe, die durch die Digitalisierung erreicht werden kann, die digitale Gesellschaftskompetenz und den Mißbrauch der parteipolitischen Macht der Regierung auf dem Schirm haben, reicht es eben nicht noch darüber hinaus für zum Beispiel Fluchtursachen, Pflegemissstand, Hartz4 und BGE – jeweils als in Gänze zu bedienenden Themenschwerpunkt. So sehr ich selbst auch zu den Themen stehe und sie lieber gestern als heute bereinigt hätte. Wir haben dafür keine Manpower, und dass dies das Image der Piraten eher ausdünnt und nicht wie proklamiert erweitert, zeigen u.a. die Mitgliederzahlen.
Diese Themen nicht ins Parteiprogramm zu übernehmen, heißt doch nicht zwangsläufig die Piraten wären hier gleichgültig! Man kann sich sehr wohl zu diesen Themen positionieren, wie zum Beispiel jetzt „Klare Kante gegen Rechts“.

Stattdessen haben wir Piraten uns dann hinreißen lassen, “denen” zu zeigen, wie man das machen soll, und das lässt sich eben niemand gerne sagen. Wir haben uns dazu hinreißen lassen, einen ganz fatalen und psychologisch kontraproduktiven Fehler zu begehen: Wir forderten weniger eine Verbesserung der Missstände ein, sondern wir symbolisierten uns zu Besserwissern, feuerten aus allen Rohren zur plumpen Diskreditierung der Anderen. Aus nahezu jedem Thema wurde etwas persönliches. Aus den Kanonenkugeln mit Fakten wurden häufig Beleidigungen und – ja, auch bei uns – purer Populismus.

Hätten wir unsere Angriffslust darauf beschränkt, unerbittlich zum “Einhalten der Regeln”, zum Einhalten des geleisteten Eides “Schaden gegenüber dem Volk abzuwehren” aufzufordern, wäre der Respekt, den wir hatten nicht in Gelächter oder gar Verachtung umgeschlagen. Wir waren so nah dran! Abgeordnetenwatch, Lobbyregister, jaaa.. so geht das. Das sind die Vereine und Organisationen, die wir mit Herzblut unterstützen und das sind die Themen, die wir für die Grundlage einer Demokratie verteidigen.

Das führt meiner Meinung nach dazu, dass immer mehr gerade ehemalige Piraten der frühen Generation an Infostände kommen und sich nicht mehr genug vertreten fühlen. Bisher habe ich in diesen Situationen darauf verzichtet explizit Stellung zu beziehen, auch um der Partei nicht zu schaden. Eine Selbstkritik, die auch Konsequenzen nach sich zieht, bleibt aber aus und wir entfernen uns immer weiter von der ursprünglichen Mission, so wie ich sie verstanden hatte.

Nun, vielleicht klingt all das noch nicht so sehr nach Liebesbrief.

Dann kommen jetzt auch endlich mal ein paar Sachen, die ich immer noch gut finde und die ich als Bausteine für ein Neuaufstellen der Piraten aus dem Scherbenhaufen betrachte:
Loyalität, Herzblut, Unerbittlichkeit, Wahrheitsliebe, Ehrenamt, Hartnäckigkeit, Einstehen für Bürgerrechte & Freiheit.
All diese Begriffe sind in meinen Augen bezogen auf die Piraten mehr als inhaltsschwanger!
Eine inhaltliche Anführung von Beispielen.. naja, ich könnte mal an einem Buch schreiben 😉

Letztlich, DAS sind die Piraten in meinen Augen immer noch! Und mit einer ausgesprochenen Herzenstreue zur Demokratie!

Ich hoffe, dass das Kriegsbeil zwischen @Piratenpartei und @Netzpolitik begraben wird und stattdessen eine neue gemeinsame Zeit kommt, um die Ziele im Bezug auf eine gelebte, bürgernahe Demokratie unter den Aspekten der (höflich ausgedrückten) fehlenden technischen, digitalen Kompetenz der Regierung in Augenschein zu nehmen. Und dass auch die Piratenpartei wieder stärker ihren Beitrag dazu leisten wird.

Ich schrieb in einer Mail an einen alten Piratenfreund “[..] Ich will die Piraten mit mindestens 10-15% im Bundestag sehen. Das wollte ich schon immer. Und das ist eben meine Prozentmarke [..]”. Nicht für eine Regierungsbeteiligung, sondern um sicher zu sein, dass unsere Werte und Einstellungen im Bundestag ausreichend Gehör finden.

Ich war bereits zweimal Mitglied bei den PIRATEN und bin vor der Bundestagswahl wieder ausgetreten. Trotzdem habe ich mich immer wieder für die Piraten engagiert. Bei einer Kursänderung, zumindest beim sichtbar werden vom Aufräumen, bin ich auch sofort wieder an Bord!

Redaktionell steht dieser Absatz für etwas, was mich beim “Vorfühlen” sehr verletzt hat.
Statt inhaltlich ein Interesse zu entwickeln hieß es über Twitter, “*[..] Rückwärts orientieren an einem Alt-/Ex-Pirat [..]*”, was mir eigentlich die Lust genommen hat, überhaupt noch irgendetwas dazu zu sagen.

In diesem Sinne…
“Kiel holen” oder “Liebesbrief ernst nehmen”!

LG
Andreas

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